Eddie Rickenbacker


Manche nennen ihn den „Steve Jobs der 1920er und 1930er Jahre“: Eddie Rickenbacker. Dabei gab der talentierte Weltkriegs-Pilot eigentlich nur seinen Namen fĂŒr ein Automobil-Unternehmen „Rickenbacker Car Company“, das die Allradbremse als erstes Unternehmen im Jahr 1923 einfĂŒhrte. Die großen US-Hersteller der damaligen Zeit Ford, General Motors und auch Pierce Arrow zogen nach und 1927 musste die Rickenbacker Car Company schließen. Beeindruckende Zeugnisse ihrer perfekten Handwerks- und Ingenieurskunst ĂŒberdauerten die Zeit. Die GerĂ€tschaften der damaligen Firma wurden an die Auto Union nach Zwickau verkauft.

Geboren wurde der Nachfahre einer Einwandererfamilie aus dem Gebiet von Basel (Schweiz) 1890 in Ohio. Aufgrund der anti-deutschen Stimmung nach dem ersten Weltkrieg Ă€nderte er seinen Namen in Rickenbacker. 1910 heuerte der Automobilmechaniker als Rennfahrer an. Schon vor dem ersten Weltkrieg fuhr er vier Mal beim Indianapolis 500 Rennen. Nachdem er das Rennteam von Peugeot verlassen hatte, stieg er beim Maxwell Team im Jahr 1915 ein. 1917 – die USA waren auch in den Krieg eingetreten – wurde Rickenbacker Mitglied der US Air Force und wurde in Frankreich als Pilot trainiert. FĂŒr den Abschuß mehrerer deutscher Flugzeuge zeichnete ihn die Army als Kriegsheld aus. Es sollen 26 Maschinen gewesen sein – ein Rekord, der hielt bis zum 2. Weltkrieg. Zu seiner Zeit war er ein gefeierter Held und – bis zur Atlantik-Überquerung durch Lindbergh – der berĂŒhmteste Pilot der Vereinigten Staaten von Amerika. Viele Jahre lang war er auch Chef der Eastern Air Lines, zeichnete eine Comic Serie, hielt weltweit VortrĂ€ge als Unternehmer und ĂŒberlebte mehrere schwerste UnfĂ€lle.