Retromobile Paris Sonderschau: Bentley trifft Bugatti 


Von den ersten bis zu den letzten Exemplaren der legendären Marken Bugatti und Bentley werden bei einer Sonderschau auf der kommenden Retromobile (www.retromobile.com) in Paris (9.-12. Februar 2017) durch den Fahrzeugspezialisten LUKAS HUNI AG (www.lukashuniag.ch) Automobile gezeigt. Bugatti-bentley-3_article_l_retromobile_engEs werden Parallelen gezeigt, die die beiden Designer Bugatti und Bentley verbinden in der Qualität und der Geschichte. Beide hatten ein Ziel: qualitativ hochwertige Automobile herzustellen – auch wenn sie eine andere Herkunft und unterschiedliche Kulturen hatten.

Die Kindheit von Ettore Bugatti stand mit Sicherheit unter dem Eindruck des Vaters Carlo, der als Möbeldesigner und Künstler Ansehen genoß. Bruder Rembrandt hatte das künstlerische Talent der Familie in die Wiege gelegt bekommen und schuf herrliche Tier-Skulpturen. In den Fahrzeug-Skulpturen Bugattis erkennt man beide Talente: klare Linienführung und technisches Design gepaart mit der Gabe des unvergleichlichen Stils.

Walter Owen Bentley hatte da mehr technischen Hintergrund. Seine erste Stelle war bei der Great Northern Eisenbahngesellschaft in Doncaster und beschreibt auch sein Credo an die Anforderungen eines Fahrzeugs: Zuverlässigkeit und Haltbarkeit blieben stets in seinem Fokus. Die Triumphe bei den 24 Stunden von Le Mans in den Jahren 1924,1927,1928,1929 und 1930 stärkten den Ruf von der Konkurrenzfähigkeit seiner Fahrzeuge. Nach den Vier-Zylinder 3 Litre und 4,5 Litre Modellen komplettierten die kraftvollen 6,5 Litre und 8 Litre Modelle die Fahrzeug-Palette.

Das Studium dieser großen Designer zeigt eine Reihe von Gemeinsamkeiten in ihre berufliche Karriere: Beide hatten frühe Rennerfahrungen auf leichten Transportformen: Bugatti auf seinem zweimotorigen Prinetti & Stucchi Dreirad und Bentley im Wettbewerb mit verschiedenen Rex und indischen Motorrädern. Sie hatten enge Verbindungen und Erfahrung mit anderen Motorenherstellern bevor sie unter ihrer eigenen Marke starteten. Ettore beispielsweise arbeitete mit de Dietrich, Emile Mathis und Deutz, und WO Bentley mit seiner Agentur DFP (Doriot-Flandrin-Parant), in der er und sein Bruder HM Bentley arbeiteten. Beide entwarfen Flugzeugmotoren vor 1920, Bugatti mit einer geraden 8-Zylinder-Lizenz für Diatto, dann etwas später den 16-Zylinder-King-Bugatti-Motor. Bentley ging die Route eines 9-Zylinder-Radial-Motors mit den BR1 & BR2-Designs.

Eine Ironie des Schicksals ist die Tatsache, dass Bentley zwar innerhalb der Lokomotiv-Industrie gearbeitet hatte, aber nur Bugatti die Chance bekam, unter seiner eigenen Marke einen Schienenwagen zu entwerfen und zu bauen.

Die Autos, die für diese feine Sonderausstellung zusammengebracht werden, decken sowohl frühe Beispiele jeder Marke wie auch spätere Beispiele der legendären Modelle ab. Von Bugatti werden die 16V Brescia-Modell, bis hin zu den Grand Sport und Super Sport zu sehen sein. Die unsterblichen Bugatti Grand Prix Autos werden vertreten sein durch den Trintignant Typ 35C und den Dreyfus Type 59 Grand Prix. Die Design-Fähigkeiten von Jean Bugatti werden mit nur unrestauriertem Typ 55 Jean Bugatti Roadster und dem Typ 57 mit feinen Beispielen von Standardmodellen gezeigt, ergänzt durch zwei beeindruckende Beispiele des Typs 57S.

Für Bentley ist die WO Ära durch ein Beispiel des 3 Liter VDP Tourer (das Modell, das die Verbindung der Marke Le Mans-Renngeschichte verdeutlicht), Beispiele der 4,5 Liter und 4,5 Liter Supercharged, Old Nr 2 – das Le Mans Auto von 1930 und GP401 – Bentley Boy Captain Woolf Barnato’s 8 Liter. Im Jahr 1931 wurde Bentley von Rolls Royce Motors Limited übernommen, und mit neuem Leben erfüllt.