Oldtimer Motor Instandsetzung – Zylinderkopf Teil 6


Die KontaktflÀchen der Ventile können bei gebrauchten Ventilen durchaus leichte Abnutzungs-Spuren aufweisen, z.B. leichte Fress-Spuren durch entstandene Korrosion oder Einbrand.


Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber die Bearbeitung von Ventilen und Ventilsitzen.

Zylinderkopf_Ventile_Oldtimer

Daher mĂŒssen auch die Ventile leicht angeschliffen werden, um spĂ€ter einen perfekten Kontakt mit dem Ventilsitz zu haben. Das Ventil wird in eine rotierende Spann-Halterung eingespannt und in dem Winkel der VentilsitzkontaktflĂ€che an einen gegenlĂ€ufig rotierenden Schleifstein herangefĂŒhrt. Die KĂŒhlflĂŒssigkeit verhindert eine Überhitzung wĂ€hrend des Schleifens. Mit dieser Technik erhĂ€lt man eine perfekt plane SitzkontaktflĂ€che. Der Schleifstein muss jedoch hĂ€ufig gewartet werden, da er immer genau plan sein muss um keine Wölbung in die KontaktflĂ€che zu schleifen. So wird jedes einzelne Ventil entsprechend geschliffen und fĂŒr den Einbau vorbereitet.
Aber auch die Kipphebelauflage weist oft leichte Abnutzungsspuren auf. Daher wird auch diese FlÀche, auf die die Kipphebel wÀhrend des Funktionslaufs immer wieder aufschlagen, entsprechend geschliffen, um sie zu planen.

 

 

 

 

Auch die Ventilsitze können leichte Unebenheiten und Verschleißerscheinungen aufweisen. Daher mĂŒssen auch die Ventilsitze bei der ZylinderkopfĂŒberholung neu gefrĂ€st werden. Der Profi verwendet zu diesem Zweck ein Dreiwinkel-VentilsitzfrĂ€ser. Dies ist ein FrĂ€ser, der in einem Zug die drei unterschiedlichen Ventilsitzstufen frĂ€st.
Auf den Ventilschaft wird ein MessfĂŒhler aufgesetzt, mit dem der Aussendurchmesser des Ventilkegels erfasst wird. Diese Messung wird auf das FrĂ€swerkzeug ĂŒbertragen. So wird erfasst, wie das FrĂ€swerkzeug richtig lĂ€uft. Das FrĂ€swerkzeug befindet sich auf einer FĂŒhrung die in die VentilfĂŒhrung eingesetzt wird. Die FrĂ€svorrichtung wird in eine Drehvorrichtung eingespannt und so eingerichtet, dass der Stahldorn knapp ĂŒber dem ventilsitz steht. Der Drehstahl (die FrĂ€se) bewegt sich nun wĂ€hrend des Rotierens bei einer Rotation um ca. 0,06 mm abwĂ€rts und trĂ€gt dabei minimalst Material an dem jeweiligen Ventilsitz ab. Auch hier dĂŒrfen keine Rattermarken entstehen und die FlĂ€che muss sehr glatt sein.