Blecharbeiten – KotflĂŒgel Ersatzblech formen


Bei SchĂ€den an einem KotflĂŒgel kann die betroffene Stelle durch ein Ersatzblech ausgebessert werden.

Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber die Anfertigung eines Ersatzblechs fĂŒr einen KotflĂŒgel

Klotflugel-Ersatzblech

Um dieses Ersatzblech anzufertigen ziehen wir mit einem Klebeband erst einmal die Linien des auszutauschenden Bereichs markiert. Mit einem Blatt Papier wird der Bereich nachgezeichnet. Die entstehenden Falten markieren den Bereich, der anschließend gestaucht werden muss. Die mit Klebeband markierten Linien werden auf das Papier nachgezeichnet.
Anschließend wird die Papier-Schablone auf das Blech ĂŒbertragen. Eine Zugabe, die mit dem Zirkel rundum eingezeichnet wird, soll den Bereich ausgleichen, der durch das Strecken und Stauchen am Rand verloren geht. Das Blech kann nun zugeschnitten werden.
Im nĂ€chsten Schritt wird an dem Streck- und StauchgerĂ€t der obere und untere Rand des Blechs gestaucht. Dies fĂŒhrt dazu, dass das Blech in eine Richtung gewölbt wird. Um das Blech weiter zu verarbeiten wird das Blech an der Rollenstreckmaschine weiter verarbeitet. Zuerst wird eine Rolle gewĂ€hlt, deren Rundung in etwa der Wölbung des KotflĂŒgels entspricht. GeprĂŒft wird dies durch das Anhalten der Rolle an die Karosserieform. Wenn sie beim Kippen kein großes Spiel aufweist, ist die Rolle richtig gewĂ€hlt. Die Rolle wird eingesetzt und so weit an die obere große Rolle herangefĂŒhrt, dass die obere Rolle die untere Rolle beim Drehen mit antreibt. Damit liegen die beiden Rollen sicher aufeinander. Zu Beginn der Streckarbeiten wird die untere Rolle durch das Spannrad etwa um ein dreiviertel Umdrehung angespannt. Dies ist genug Druck, das Blech in seiner Struktur zu strecken. Das Blech wird nun der LĂ€nge nach in geringen AbstĂ€nden durch die Rollen gefĂŒhrt. Nach einiger Zeit erkennt man bereits die erste Wölbung.

 

 


Wenn man das Blech nun an die Karosserie anhĂ€lt, erkennt man, dass die Grundwölbung bereits vorhanden ist, aber besonders in mittleren Bereich das Blech noch zu flach ist und eine Erhöhung braucht. Auf einem Sandsack wird dieser Bereich mit einem runden Treibhammer konzentrisch getrieben. Die entstandenen groben Beulen sind kein Problem, sie werden spĂ€ter herausgeglĂ€ttet. Das Blech wird immer wieder an den KotflĂŒgel angepasst und eventuelle Korrekturen vorgenommen.
Die Beulen im Blech können nun wieder mit der Rollenstreckmaschine geglĂ€ttet werden. Dieser Vorgang des Treibens und GlĂ€ttens wird so lange wiederholt, bis die Form des KotflĂŒgels passgenau erreicht ist. Im nĂ€chsten und letzten Schritt wird das Blech nun nochmals gerollt um es im Gesamten zu glĂ€tten. Die Spannung der Rollenstreckmaschine wird nun stark reduziert und das Blech in alle Richtungen gerollt. Man sieht bereits nach kurzer Zeit, dass die Spuren der Rollen immer mehr verschwinden und das Blech sehr glatt wird. Wichtig ist auch, dass alle Roll-Linien sehr nah beieinander liegen.
Mit einer Formen-Lehre wird die Form des Ersatzblech abschließend ĂŒberprĂŒft. Das Blech hat nun die gewĂŒnschte Form und kann im nĂ€chsten Schritt eingeschweißt werden.