Blecharbeiten – Die richtige Hammerhaltung


Am Beispiel eines Gewölbten Blechs möchten wir die hÀufigsten Fehler bei der Hammerhaltung erklÀren.

Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber die richtige Hammerhaltung beim Treiben von Blech.

Blecharbeiten-Hammer-Haltung

Das Blech wird zuerst mit einer Faltengabel am Rand gestaucht. Um die Wölbung im Zentrum zu erhalten, muss das Blech mit einem Holztreibhammer in der Mitte konzentrisch auf einem Sandsack getrieben werden.
Ein Treibhammer benötigt kraftvolle SchlĂ€ge. Daher wird der Hammer am gestreckten Arm mit der vollen Faust auf das Blech gefĂŒhrt. Der Arm bleibt durchgehend gestreckt und es wird nicht aus dem Handgelenk geklopft. So entstehen kraftvolle SchlĂ€ge, die das Blech entsprechend verformen.

 

 

 

 
Anders ist es bei dem Anschließenden GlĂ€tten des vorbereiteten Blechs. Hier sind keine festen SchlĂ€ge gewĂŒnscht, sondern gleitende weiche SchlĂ€ge. Ein Tipp: Halten Sie ihren Zeigefinger gestreckt auf dem Hammerstiel. Dies verhindert, dass die SchlĂ€ge zu fest ausgefĂŒhrte werden. Beim GlĂ€tten wird das Blech auf einem Amboss angelegt und mit dem Hammer mit leichten SchlĂ€gen ĂŒber das Blech „gestreicht“. Sind die ersten groben Unebenheiten beseitigt, liegt das Blech auch nicht mehr direkt auf dem Amboss auf, sondern immer nur knapp neben der zu treibenden Stelle auf der eigentlichen Stelle mit der entsprechenden Rundung auf. Der Hammerhieb erfolgt auf das freistehende Blech. Man hört dies auch deutlich, denn wenn der Hammer auf die Stelle an der das Blech auf dem Amboss aufliegt trifft, erklingt ein schriller Glockenartiger Klang. Richtig getroffen, bleibt der Klang weich. So lĂ€sst sich auch jedes getriebene Blech sehr fein glĂ€tten. ZurĂŒck bleiben nur optische Treibmarken, die sich leicht weg schleifen lassen.