Blecharbeiten – Komplexe Formen aufbauen Teil 1


In dieser Folge ĂŒber die Blechbearbeitung zeigen wir das Formen eines Motorrad Höckers. Um die Form festzulegen, wurde aus einem festen Schaumstoff die Grundform herausgeschliffen.


Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber das Umformen eines Motorrad Höckers

Motorrad-Hoecker-Blecharbeiten

Diese Form dient dazu, die einzelnen Blechteile fĂŒr die Umformarbeiten detailgetreu anzufertigen. Papierschablonen machen den Anfang und werden anschließend aus dem Blech ausgeschnitten.
Begonnen wird mit dem oberen Teil des Höckers. An der Stauchmaschine wird das Blech stĂŒckweise von außen nach innen gestaucht. Dadurch wölbt sich der Rand leicht. Da die Wölbung sich ehr entlang des Randes entlangzieht, wird an einem runden T-Stack der Ă€ußere Rand entlang des Deckels mit einem Kunststoff Hammer leicht abgerundet.
Im nĂ€chsten Zug kann das Blech in der Rollendstreckmaschine noch leicht gestreckt und anschließend durch das Lösen der Spannkraft geglĂ€ttet werden.
Die zugeschnittenen Seitenteile werden im Schraubstock abgekantet. Dies geschieht wie immer ebenso nur stĂŒckweise, damit sich das Blechteil nicht verzieht. Mit einem Kunststofhammer wird das abgekantete Blech geglĂ€ttet. In der Stauchmaschine werden nun die beiden Seitenbleche anhand der Schaumstoff Schablone gebogen. Die Form wird immer wieder an der Schablone ĂŒberprĂŒft.
Mit einem GlĂ€ttehammer werden auch die Seitenteile entlang der oberen Kante etwas abgerundet. NatĂŒrlich ist diese Arbeit auch mit einem runden Amboss und einem flachen GlĂ€ttehammer möglich, dauert aber lĂ€nger.

Die einzelnen Teile können nun erstmals nach dem Zuschnitt an dem Motorrad angepasst werden. Eventuell sind noch kleine Korrekturen nötig. In unserem Fall sind ist die Form in Ordnung und kann geheftet werden. Die geheftete Form wir vor dem endgĂŒltigen Schweissen noch einmal kurz in die richtig Form getrieben. Auch diese Korrektur-Arbeiten werden am besten an den runden T-Stacks vorgenommen.

 

 

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Nun kann der Höcker durchgehend verschweißt werden. Die SchweißnĂ€hte werden mit einem Tellerschleifer abgeschliffen. Am besten geht dies mit dem Festool RAS 15, bei dem sich eine KupferbĂŒrste so drehen lĂ€sst, dass die Funken nicht in den Raum fliegen.
Zuletzt werden alle Unebenheiten entlang der Schweißnaht durch das Verzinnen korrigiert. Die aufgetragene Verzinnungspaste wird erhitzt und abgewischt. Das Zinn wird aufgetragen. Es darf nicht verlaufen und sollte nur cremig aufgetragen werden. Es ist ein Spiel mit der richtigen Temperatur. Das Zinn wird anschließend mit einem Holzspatel glatt gestrichen. Die endgĂŒltige Form erhĂ€lt das Zinn durch das abfeilen mit einer Karosseriefeile.
Der Motorrad Höcker ist nun fertig. Die Form ist insgesamt aus vier Grundformen entstanden.

 

 

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