Blecharbeiten – Grundlagen der Rollenstreckmaschine Teil 9


Bevor wir wieder weiter auf die Umformarbeiten an der Rollenstreckmaschine eingehen möchten, wollen wir in dieser Folge nochmals die Basiskenntnisse der Rollenstreckmaschine auffrischen.

Wir werden an einem Blech aufzeigen, wie die Rollenstreckmaschine grundsĂ€tzlich funktioniert. Zuerst wird ein etwa 2cm bis 4cm breiter Rand entlang der Seiten auf dem Blech eingezeichnet. Dieser Rand bleibt bei allen StreckdurchgĂ€ngen an der Rollenstreckmaschine unberĂŒhrt, d.h. dieser Bereich wird nicht durch die Rollen gefĂŒhrt.
In die untere Halterung der Rollenstreckmaschine wird eine leicht gewölbte Rolle eingesetzt. Um die Rollen auf die Richtige Spannung zu bringen, sind drei Stufen maßgeblich. Die Rollen werden so aufeinander gefĂŒhrt, dass sie sich gerade berĂŒhren. Hier ist die Spannung so leicht eingestellt, dass das Blech noch unter Kraft seitlich durch die Rollen gezogen werden kann. Diese Stufe ist vor allem fĂŒr das finale GlĂ€tten wichtig. Spannt man die Rollen weiter an, erreicht man die mittlere Spannung. Das Blech lĂ€sst sich nun nicht mehr hin und her bewegen. Diese Stufe wird fĂŒr das leichte Strecken und GlĂ€tten verwendet. Erhöht man den Druck, findet vor allem nur noch ein Streckvorgang statt, sprich, das Blech nimmt die Form der unteren Rolle an.
Das Blech wird gleichmĂ€ĂŸig in leicht versetzten Spuren durch die Rollenstreckmaschine gefĂŒhrt. Diese Spuren sollte man anfangs auch noch deutlich erkennen du sie mĂŒssen sehr nah beieinander liegen. Das Blech wird immer wieder kreuzweise gedreht, denn nur so erreicht man eine dreidimensionale Verformung. Nach einiger Zeit des Rollens erkennt man bereits die angestrebte Wölbung im Blech.