Blecharbeiten – Stauchmaschine Grundlagen Teil 1


Den Unterschied zwischen einer flachen und einer tiefen Stauchmaschine kann man am Ergebnis deutlich erkennen.

Bei der flachen Stauchmaschine kann das Blech nur bis zu einer Tiefe von 30 bis 50 mm eingefĂŒhrt werden, je nach Modell und Fabrikat. Damit lĂ€sst sich nur der Rand des WerkstĂŒckes stauchen, was zu einem deutlichen Buckel entlang des Randes fĂŒhrt. Dieser Buckel muss anschließend an einem runden Amboss mit einem GlĂ€ttehammer abgerundet werden. Es entsteht eine steile runde Wölbung. Mit einem Treiblöffel kann das Blech noch geglĂ€ttet werden.

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An der tiefen Stauchmaschine kann das Blech weiter nach innen gestaucht werden. Begonnen wird am Rand mit grĂ¶ĂŸerer Kraft. Je weiter der Stauchvorgang nach Innen des Bleches vorgenommen wird, desto weniger Kraft wird angewendet. Umgedreht wird das Blech zum Rand hin wieder stĂ€rker gestaucht. Staucht man das Blech am Anfang zu stark, entsteht eine höhe Wölbung und das Blech kann nicht mehr in die Stauchbacken gefĂŒhrt werden. Eine solche Stelle mĂŒsste erst einmal wieder geglĂ€ttet werden. Durch das tiefe Stauchen, entsteht ein weich abgerundeter Rand. Um diesen Rand zu GlĂ€tten, kann das abgerundete Blech gut in der Rollenstreckmaschine weiter bearbeitet werden. Das Blech, das in der flachen Stauchmaschine abgerundet wurde, kann in der Rollenstreckmaschine nur schwer bearbeitet werden.

Im Vergleich sieht man nochmals deutliche den Unterschied zwischen den beiden WerkstĂŒcken, zum einen in der flachen Stauchmaschine und zum anderen in der tiefen Stauchmaschine bearbeitet.