Lackarbeiten – Orangenhaut beseitigen Teil 2


Viele herkömmliche Lackierung wiesen nach den Lackarbeiten entweder leichte oder stĂ€rkere Unebenheiten auf, auch als „Orangenhaut“ bekannt. Um eine absolut perfekte GlanzoberflĂ€che zu erreichen, sind nur wenige Schritte notwendig. Wichtig ist, dass der Lackauftrag entsprechend satt durchgefĂŒhrt wurde.

Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber das Entfernen unerwĂŒnschter Orangenhaut am Oldtimer

 

Zuerst wird der Lack mit einem feinen Schleifgewebe abgeschliffen. Wichtig ist dabei die Haltung des Schleifpads. Ein weiches Schleifpad dient dazu, Kurven und Wölbungen weich abzuschleifen. Um einen sehr gezielten Abtrag zu gewĂ€hrleisten, wird das Schleifpad nur einseitig ĂŒber den Lack gefĂŒhrt, niemals flach. Die Arbeitsgeschwindigkeit des Rotatations-Schleifers liegt in etwa bei 1000 U/min. Der Abtrag erfolgt trocken. Kleinere Restunebenheiten können auch hĂ€ndisch mit einem Schleifpilz und einer SchleifblĂŒte nass durchgefĂŒhrt werden.

Um eine perfekte OberflÀche zu erhalten, kann in jedem Fall noch mit einem 4000er Schleiflappen nass nachgeschliffen werden. Die FlÀche wird nun getrocknet und gereinigt.

Im nĂ€chsten Zug wird die Stelle mit einer abrasiven Polierpaste bearbeitet. In diesem Falle handelt es sich um die S3 Polierpaste der Firma Scholl Concepts, einer sehr fein arbeitenden Formel, mit der der Lack schonend geglĂ€ttet wird. Die Paste wird auf ein grobes oder mittleres Schleifpad aufgestrichen. Der Lack wird mit einer Rotationspoliermaschine fein bearbeitet. Dabei gilt es nicht, viel Druck auf den Lack aus zu ĂŒben, sondern die Maschine kreuzweise ĂŒber den Lack zu fĂŒhren. Der Lack darf nicht zu heiß werden. Um einen besseren Abtrag zu gewĂ€hren, kann auch ein Lammfellpad eingesetzt werden. Die RĂŒckstĂ€nde der Polierpaste werden nun entfernt.

Im nĂ€chsten Schritt wird der Lack nun auf Hochglanz poliert. HierfĂŒr verwenden wir nun die S03+ Polierpaste von Scholl um das Finishing durchzufĂŒhren. Diese Schleifpaste mit einem weichen Pad beseitigt alle leichten Schlieren oder Hologramme im Lack. ZurĂŒck bleibt eine perfekt glĂ€nzende und schĂŒtzende LackoberflĂ€che. Ein Wasserperlen-Auftrag zeigt den Perleffekt des aufbereiteten Lacks.