Lackaufbereitung – Stumpfen Lack bearbeiten


FĂŒr eine Folierung soll der Lack eines Volkswagen KĂ€fers entsprechend vorbereitet werden. Der Lack des Modells von 1968 war entsprechend stumpf und hatte auch einige Lackplatzer aufgrund von Rostblasen unter dem Lack.

FĂŒr die Folierung muss der Lack absolut Fehlerfrei sein. Wegen der OriginalitĂ€t, soll der alte Lack allerdings nicht ĂŒberlackiert werden.
Stellen mit Lackplatzern werden erst einmal mit einer 3M Rotex Bristle Disk, einer rotierenden BĂŒrste mit Granulat Partikeln in den Borsten. Mit dieser Bristle Disk, lassen sich Lack und Rost perfekt entfernen. Eventuell muss die Gradation der Disk noch einmal gewechselt werden, um die letzten feinen Korrosionsporen zu entfernen. Im nĂ€chsten Schritt wird auf die blanke Stelle eine Rost verhindernde Spachtelmasse aufgetragen. Diese Anti-Rost Spachtelmasse verschließt die Poren und verhindert eine neue Korrosion am Blech. Mit einem Exzenterschleifer und einem P240 Papier wird die Stelle in Form geschliffen. ZurĂŒck bleibt eine sehr dĂŒnne Schicht des Anti-Rost Materials. Um noch eventuelle Unebenheiten auszugleichen wird dĂŒnn eine Feinspachtelmasse aufgetragen. Nun wiederholt sich der Schleifvorgang mit den Schleifscheiben P240 und P400.
Nun wird eine Grundierunge aufgetragen und geschliffen und anschließend der entsprechende Lack beilackiert. Diese Schritte zeigen wir hier nicht, da sie in der Lackierkabine ausgefĂŒhrt wurden. Der neue Lack muss nun erst einmal mehrere Tage trocknen.
Nun beginnt die eigentliche Lackaufbereitung. Der alte stumpfe Lack wird erst einmal komplett mit einem P1200 Schleifpapier nass abgeschliffen. Der Vorgang, der die grĂ¶ĂŸten Lackfehler und die ganzen kleinen Kratzer entfernt. Alter Lack wirkt vor allem stumpf, da der Lack an der OberflĂ€che große Poren und feinste Lackkratzer aufweist. Diese Lackunebenheiten reflektieren das Licht in unterschiedlichste Richtungen. Bei unserem Volkswagen KĂ€fer handelt es sich bei dem Lack um einen Einschicht Lack ohne Klarlack. Ein solcher Lack ist grundsĂ€tzlich weicher und entsprechend empfindlicher. Bevor man aber den Lack in unser gezeigten Form aufbereitet, sollte die SchichtstĂ€rke gemessen werden, damit der Lack nicht eventuell durchgeschliffen wird.
In großzĂŒgigen, gleichmĂ€ĂŸigen ZĂŒgen wird der Lack unter leichtem Druck abgeschliffen. Es reicht in der Regel nur drei bis vier Mal ĂŒber eine Stelle zu fahren, denn es folgen noch weitere Schliffe. Der Lack ist nun entsprechend durch den Grundschliff vorbereitet, folgt ein Nass-Schliff mit einer weichen P3000 3M Trizact Fine Finishing Schleifscheibe. Der Lack wird mit einer SpĂŒhflasche angefeuchtet und mit einem Festool Exzenterschleifer mit einem 3mm Schwung geschliffen. Diese Schleifscheibe trĂ€gt nur noch ganz feine Partikel ab. Auch hier genĂŒgen 2 bis 3 DurchgĂ€nge. Der Lack wirkt nun schon wesentlich glatter und alle Unebenheiten sind beseitigt. Wir verwenden nun noch eine weitere Schleifscheibe, das weiche 3M Hookit Trizact 6000 Feinschliffpad, mit dem der Lack einen allerletzten Nass-Schliff erhĂ€lt. Mit einem weichen Tuch werden nun alle Schleifreste entfernt.
Zum Abschluss wird nun der Lack mit einem Winkelpolierer und einem 3M Perfect-it III Poliershwamm aufpoliert. Die 3M Perfect-it III Schleifpaste wird nun in kleinen Punkten auf den Schleifschwamm aufgetragen. Die Poliermaschine wird flach aufgelegt und mit leichtem Druck ĂŒber den lack gefĂŒhrt. Die Umdrehungszahl des Winkelpoierers sollte zwischen 800 und 1200 U/min liegen. Der Poliervorgang wird zĂŒgig und in großen ZĂŒgen ausgefĂŒhrt. Es wird immer nur ein Teil des Fahrzeugs aufpoliert. Nach dem Aufpolieren wird der Festool Politurentferner aufgetragen und die RĂŒckstĂ€nde der Politur mit einem sehr weichen Tuch entfernt.
Im Side by Side Vergleich erkennt man deutlich die Verbesserung der LackoberflĂ€che. Nun ist der Lack fertig fĂŒr die Folierung. Übrigens darf fĂŒr eine Folierung keine silikon- oder wachshaltige Politur verwendet werden.

 

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