315 Tage durch die WĂŒste Gobi


315 Tage durch die WĂŒste Gobi – vor 85 Jahren, brach CitroĂ«n zur legendĂ€ren „CroisiĂšre Jaune“ – der „Gelben Kreuzfahrt“ – einer Expedition mit KĂ©gresse-Kettenraupen auf. Das Ziel Peking wurde am am 12. Februar 1932 erreicht. Eine eindrucksvolle Demonstartionsfahrt war dieses große Abenteuer auch, denn heute ist das Reich der Mitte mit mehr als 300.000 Zulassungen im Jahr 2015 ein wichtigster Absatzmarkt fĂŒr Citroen.

FĂŒnf Jahre nach der „CroisiĂšre Noire“ organisierte Citroen im Jahr 1931 mit der „CroisiĂšre Jaune“ erneut eine große Expedition, die diesmal durch ganz Asien fĂŒhren sollte. Zwei Team, die aus ArchĂ€ologen, Geologen und ortskundigen Experten aus China bestanden, machten sich mit den eigens konstruierten CitroĂ«n-Halbkettenfahrzeugen „KĂ©gresse“ am 4. April 1931 auf den Weg. Im Schlepptau: Fotografen, Journalisten und Filmemacher. Im Laufe der Expedition bezwangen die Teams nahezu unĂŒberwindliche natĂŒrliche Hindernisse: die WĂŒste Gobi, die Höhen des Pamir-Gebirges und die Berge des Himalaya. Die extremen klimatischen Bedingungen stellten die Teams vor zusĂ€tzliche Herausforderungen. Nachdem sie 315 Tage lang KĂ€lte, Schnee, SteilhĂ€nge und AbgrĂŒnde auf insgesamt 12.115 Kilometern ĂŒberwunden hatten, erreichten die Expeditionsteilnehmer am 12. Februar 1932 ihr Ziel: Peking.
Die „CroisiĂšre Jaune“ war eine clevere und ausgefallene Marketingaktion des FirmengrĂŒnders AndrĂ© CitroĂ«n, der die LeistungsfĂ€higkeit seiner Fahrzeuge unter Beweis stellen sollte. Gemeinsam mit Georges-Marie Haardt plante er das außergewöhnliche Abenteuer, das der Marke nicht nur zu mehr Ruhm und Aufmerksamkeit verhalf, sondern vor allem belegen sollte, dass sich ein starkes und solidarisches Team mit dem entsprechenden „Equipment“ selbst ĂŒbertreffen kann. Mut, KreativitĂ€t und Anspruch gehörten bereits damals zu den wichtigsten Markenwerten.
Die Chinesische Mauer bot mehr als ein halbes Jahrhundert spĂ€ter erneut die Kulisse fĂŒr eine einzigartige Aktion von CitroĂ«n, bei welcher der spritzige Kleinwagen AX als erstes westliches Modell auf dem Wahrzeichen Chinas zu sehen war – ein spektakulĂ€rer Auftritt, der weltweit fĂŒr Beachtung sorgte. Ein Jahr zuvor war die Marke mit der Teilnahme an der ersten Automobilausstellung in Shanghai auf den jungen chinesischen Automobilmarkt vorgestoßen.
Der erfolgreichen Marketingkampagne unter dem Motto „RĂ©volutionnaire!“ in den1980er Jahren folgte in den 90ern der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen in China. 1992 startete CitroĂ«n ein Joint Venture mit dem chinesischen Automobilhersteller Dongfeng. Die GrĂŒndung der Dongfeng CitroĂ«n Automobiles Company (DCAC) mit einer Investition von sieben Milliarden Francs bedeutete seinerzeit die zweitgrĂ¶ĂŸte französische Investition in China. Ab diesem Zeitpunkt wurde an den Standorten Xiang Fan und Wuhan der CitroĂ«n ZX mit aus Frankreich gelieferten Teilen gefertigt. 1998 prĂ€sentierte CitroĂ«n mit dem Fukang 988 das erste Modell, das speziell fĂŒr den chinesischen Markt entwickelt wurde.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends baute CitroĂ«n die Produktion in China deutlich aus. Dazu wurde die Kooperation zwischen PSA Peugeot CitroĂ«n und Dongfeng intensiviert und 2002 die Dongfeng Peugeot CitroĂ«n Automobiles (DPCA) als neues Joint Venture gegrĂŒndet.
Mit zahlreichen neuen Modellen und weiteren Kooperationen setzt CitroĂ«n den Wachstumskurs in China bis heute fort: Mittlerweile verfĂŒgt die Marke ĂŒber 500 Verkaufsstellen. Rund ein Viertel aller produzierten Autos verkauft CitroĂ«n derzeit in der Volksrepublik. Damit ist das Reich der Mitte der wichtigste Absatzmarkt fĂŒr die Marke mit dem Doppelwinkel. CitroĂ«n in China – eine Erfolgsgeschichte seit 85 Jahren.