50 Jahre Alko-Test


Der erste mobile Atemtest zur Feststellung der FahrtĂŒchtigkeit wurde in England durchgefĂŒhrt. Am 8. Oktober 1967 fĂŒhrte die Polizei den ersten Alkoholtest am Straßenrand bei einem Autofahrer in Shropshire durch.

Davor waren die Kriterien fĂŒr die Strafverfolgung etwas weniger wissenschaftlich – es ging darum, ob man seine Nase mit geschlossenen Augen berĂŒhren, in einer geraden Linie gehen oder auf einem Bein stehen konnte. Im Jahr 1967 gab es in Großbritannien 1.640 Verkehrstodesopfer, die auf Alkohol zurĂŒckzufĂŒhren waren. Anlass etwas zu tun. Seit EinfĂŒhrung der mobilen Alkoholkontrolle hat sich die Zahl der TodesfĂ€lle um das Achtfache reduziert, obwohl sich Autoverkehr dramatisch erhöht hat.

Die britische Polizei fĂŒhrte im Jahr 2015 mehr als eine halbe Million Atemtests durch, die niedrigste Zahl seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2002. Mehr als 60.000 Autofahrer (eine von acht Testpersonen) scheiterten oder weigerten sich, den Test abzulegen. Doppelt so viele MĂ€nner als Frauen haben den Atemtest nicht bestanden.

Das ursprĂŒngliche „Pusteröhrchen“ AlkoholtestgerĂ€t war ein relativ grobes GerĂ€t, das ursprĂŒnglich verwendet wurde, um den Verdacht eines Polizisten zu bestĂ€tigen, dass ein Autofahrer unter Alkoholeinfluss stand. Ein anschließender Blut- oder Urintest auf der Polizeiwache lieferte den Beweis.

Bis in die Neunziger hinein waren Blut- oder Urintests unter Ă€rztlicher Aufsicht auf der Wache erforderlich. Falls kein Arzt erreichbar war, konnte ein Fahrer manchmal der Strafverfolgung entgehen. Das ist heute nicht mehr möglich – und das ist auch gut so.