70 Jahre Silverstone


Es ist genau 70 Jahre her, seit Silverstone seinen allerersten Grand Prix veranstaltet hat und dies stellt einen magischer Meilenstein dar, der im nĂ€chsten Monat im großartigen Rahmen der Silverstone Classic (20. bis 22. Juli) stilvoll gefeiert wird.

Das einzigartige Programm des Festivals mit 21 fesselnden Retro-Rennen umfasst nicht nur mehr als 80 legendĂ€re Grand-Prix-Autos von damals, sondern auch eine besondere Gruppe von Fahrzeugen, die bereits 1948 beim ersten Royal Automobile Club International Grand Prix mitgefahren sind. „The Race on the Runways“ war das historische Treffen, bei dem Silverstone als MotorsportstĂ€tte eröffnet wurde.

Das erste offizielle Rennen wurde auf einem mehr oder weniger behelfsmĂ€ĂŸigen Kurs ausgetragen, bei dem die breiten Landebahnen und Teile schmaler Straßen des damals nicht mehr genutzten Kriegsflugplatzes benutzt wurden. Die improvisierte Strecke selbst wurde mit 170 Tonnen Strohballen plus 250 ÖlfĂ€ssern abgegrenzt und seltsamerweise fuhren die Fahrer auf den gegenĂŒberliegenden Enden der gleichen langen Landebahn aufeinander zu!

Trotz ĂŒbereilter Vorbereitungen wurde ein komplettes 25-Wagen-Feld auf der Start- / Ziellinie (damals vor Woodcote Corner) fĂŒr Großbritanniens erstes großes internationales Nachkriegsrennen aufgebaut – eine Begegnung mit 65 Runden, die von den beiden fabrikgefĂŒhrten Maserati 4CLTs Luigi mit Villoresi und Alberto Ascari dominiert wurden.

Trotz dem Start aus den hinteren Reihen und dem damit verbundenen Fehlen des Qualifyings kĂ€mpften sich die beiden italienischen Asse schnell in den Vordergrund und begeisterten eine riesige ĂŒber 100.000-Mann große Zuschauermenge, die in einem Krieg gebeutelten Land mit großen Sparmaßnahmen dringend etwas Entertainment benötigte.

Zwei Jahre spĂ€ter veranstaltete Silverstone das erste Formel-1-Rennen der FIA-Weltmeisterschaft in einem stark verĂ€nderten Layout und hat seitdem weitere 50 Britische Grands Prix mit einer Reihe von Gewinnern, darunter alle großen Namen des Renn Sports, ausgetragen.

Juan-Manuel Fangio, Jim Clark, Jackie Stewart, James Hunt, Nigel Mansell, Ayrton Senna, Michael Schumacher und – zuletzt mit vier aufeinanderfolgenden Triumphen – Lewis Hamilton, haben alle den Großen Preis von Großbritannien in Silverstone gewonnen.

DarĂŒber hinaus erleben viele der großartigen Fahrzeuge, die einst im weltberĂŒhmten Northamptonshire-Stadion gefahren sind, immer noch ihre glorreichen Tage bei der Silverstone Classic, einer jĂ€hrlichen Veranstaltung, die sich als das grĂ¶ĂŸte klassische Autorennen-Festival der Welt etabliert hat.

Das Paar Rennen des Wochenendes fĂŒr die Adrian Flux TrophĂ€e fĂŒr Pre ’66 Grand Prix Cars, die von der Historic Grand Prix Cars Association (HGPCA) unterstĂŒtzt werden, zeigt eine herausragende Mischung von GP-Fahrzeugen aus den AnfĂ€ngen des Motorsports. Die glorreiche 50+ Gruppe zeigt eine große Auswahl an exquisiten F1-Frontmotor-Fahrzeugen aus den fĂŒnfziger Jahren, sowie einige von umgebaute Heckmotorrennfahrzeuge aus der ersten HĂ€lfte der sechziger Jahre.

Unter den vielen Highlight-Rennen wĂ€hrend der Silverstone Classic, wurde wieder die Paarung der FIA Masters Historic Formel Eins Championship Showdowns aufgenommen, die als Goldenes Zeitalter der F1 gefeiert wird: die DFV-Ära von 1966 bis 1985. Die Rennwagen treten immer noch in ihren ursprĂŒnglichen Gestaltungen an und liefern das gleiche aufregende Spektakel und die gleichen KlĂ€nge, wie sie es in ihren siegreichen Jahren getan haben.

ZusĂ€tzlich zu den Feierlichkeiten zum 70-jĂ€hrigen JubilĂ€um wird eine Sammlung bemerkenswerter Fahrzeuge aus dem ursprĂŒnglichen Rennen – darunter ERA-, Talbot Lago- und Maserati-Rennwagen, die von Lord Selsden, Raymond Mays und Peter Walker 1948 gefahren wurden – außerhalb des unteren Eingangs zu dem International Paddock wĂ€hrend des dreitĂ€gigen Festivals auf einer aufgebauten Pole Position stehen. Außerdem werden sie am Samstagnachmittag fĂŒr eine spezielle Parade gestartet.