9981 Kilometer durch SĂŒdamerika


Ganze 27 Tage dauerte die Rally of the Inkas, die auf 9981 Kilometer durch SĂŒdamerika fĂŒhrte. Am Ende siegte ein 1938 Chevrolet ‘Fangio’ Coupe, den die Amerikaner Chuck und Pam Lyford in der Vintage-Kategorie von Buenos Aires durch Argentinien, Chile und Peru gesteuert hatten. dsc_9335Die TrophĂ€e nahmen sie in Lima entgegen. Das Paar ist auf der BĂŒhne der herausfordernden Oldtimer-Rallyes nicht unbekannt. Bereits die ERA Vintage Cape Horn Rallye hatten sie im Jahr 2013 weit unten im verschneiten Ushuaia fĂŒr sich entscheiden können.

Auf den weiteren PlĂ€tzen folgte den Amerikanern ein Britisches Doppel mit zwei Bentleys: Paul Carter und Vincent Fairclough in einem 1936 Derby 4ÂŒ, und auf dem dritten Platz Graham und Marina Goodwin in ihrem 1925 Super Sports.

Die Kategorie Klassik konnten die Belgier Joost Van Cauwenberg und Christine De Landtsheer in ihrem 1973 Porsche 911 fĂŒr sich entscheiden. FĂŒr Joost, war dieser Siege ein sĂŒsser Trost. Nachdem er im Jahr 2012 schon bei “London – Cape Town” gekĂ€mpft hatte, eine gute Leistung gezeigt hatte bei “Road to Mandalay” und eine enttĂ€uschende Rallye “Peking to Paris” erleben musste, bekam er nun endlich etwas ab vom Tafelsiber. An der Seite seiner Frau Christine ĂŒbernahm Joost schon frĂŒh die FĂŒhrung mit dem Porsche 911 und bewahrte den Vorsprung – ganz Gentleman – still und bescheiden bis zum Ende, wo er sich dann ĂŒber den Sieg so richtig freute. FĂŒr ihn war es nicht nur wegen des Sieges eine besondere Reise, den er war außerdem erstmals ĂŒberhaupt in SĂŒdamerika.
In dieser Klasse nahmen Richard Martin und Travis Cole im 1972 Datsun 240Z den Pokal fĂŒr den zweiten Platz entgegen. Marco Halter und Claudia Engelhardt erreichten Platz drei mit ihrem 1963 Ford Falcon Coupe.

Insgesamt waren 45 Teams auf der “Rally of the Incas”. Sie erlebten nicht nur besondere Landschaften, sondern auch bisher unbekannte Rallyestrecken wie beispielsweise die Halbinsel Valdez Peninsula und die Hohen Anden.

Die Auszeichnung “True Grit trophy” wurde verliehen an Ed und Janet Howle, die ihren 1967 VW Type 1 KĂ€fer durch dick und dĂŒnn manövrierten, bergauf und bergab fĂŒr nahezu einen Monat.

ERA Rally Director Fred Gallagher: “Der zweite Auftritt der ERA in SĂŒdamerika ist wahrhaft gelungen. Die Landschfaten, durch die wir fuhren und die Wege die wir nahmen waren wie neu entdeckt und immer wieder atemberaubend. Die Teilnehmer waren wirklich hervorragend und ich hoffe, dass wir einige davon wieder sehen auf dern kommenden Rally of the Inka im Jahr 2019.”
Im kommenden Jahr 2017 wird es nicht ruhiger werden. “The Flying Scotsman”, die “Classic Safari” und eine neue “Baltic Classic” stehen auf dem Programm. Auch spannende: “The Blue Train Challenge” an der Vorkriegswagen teilnehmen können.
www.endurorally.com

Die Sieger:

Vintageants:
1. Chuck und Pamela Lyford 1938 Chevrolet Fangio Coupe
2. Paul Carter, Vincent Fairclough 1936 Bentley Derby 4 Œ
3. Graham und Marina Goodwin 1925 Bentley Super Sports

Classic:
1. Joost Van Cauwenberg und Christine De Landtsheer 1973 Porsche 911
2. Richard Martin und Travis Cole 1972 Datsun 240Z
3. Marco Halter und Claudia Engelhardt 1963 Ford Falcon Coupe

Class 1:
1. Nigel Dowdling und Mary Antcliff 1934 Aston Martin MkII

Class 2:
1. Paul und Mariella Kirkham 1934 Ford 40B Tudor
2. Lars und Annette Rolner 1928 Bentley 4œ Le Mans
3. Anton Gonnissen und Inge Willeman 1929 Bentley Special Speed 8

Class 3:
1. Mark und Colin Winkleman 1968 Porsche 912
2. Stan Gold und Brant Parsons 1965 Porsche 911
3. Blair und Mary Healy 1964 Peugeot 404

Class 4:
1. Amin Hwaidak und Jens Jarzombek 1965 Ford Mustang
2. Alan und Tina Beardshaw 1965 Sunbeam Tiger
3. David und Jo Roberts 1968 Triumph TR250

True Grit Award:
Ed und Janet Howle, 1967 VW Type 1 Beetle
Spirit of the Rally:
Inge Willemen, 1929 Bentley Special Speed 8

Fotos: ©Gerard Brown