Abschied von Eiji Toyoda


Aus einer kleinen Webstuhlfabrik wurde mit seinem Engagement der grĂ¶ĂŸte Automobilhersteller der Welt: Eiji Toyoda. Vergangene Woche verstarb der große Mann der japanischen Industrialisierung nur fĂŒnf Tage nach seinem 100. Geburtstag.

Eiji Toyoda war Cousin des Toyota-GrĂŒnders Kiichiro Toyoda, der 1937 den Entschluss gefasst hatte neben WebstĂŒhlen auch Autos zu bauen. Eiji Toyoda machte an der angesehenen UniversitĂ€t Tokio er seinen Ingenieurs-Abschluss, kam 1936 in die Webstuhlfabrik, lernte in den USA alles ĂŒber die Serienfertigung von Automobilen und was man noch verbessern könnte und wurde schließlich von 1967 bis 1982 PrĂ€sident des Familienunternehmens. Auf ihn sind das sogenannte Kaizen-System (auf Anregung der Arbeiter wird der Produktionsablauf verbessert) und das Kanban (eine Art VorlĂ€ufer-Prinzip des Barcodes zur just-in-time-Produktion) zurĂŒckzufĂŒhren, das kurz auch der Toyota-Way genannt wird. Außerdem fĂŒhrte er ein, dass jeder Fließbandarbeiter zu QualitĂ€tssicherheitszwecken das Fertigungsband stoppen durfte. Auch die EinfĂŒhrung der Luxusmarke Lexus geht auf sein Konto. Ebenso die Entscheidung aus den 1990er Jahren den Hybrid-Antrieb fĂŒr den Toyota-Prius zu entwickeln.