Alles begann mit dem DKW Schnellaster


70 Jahre ist es her, dass die Audi-Geschichte in Ingolstadt ihren Anfang nahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Werke der Auto Union AG in Sachsen auf Befehl der russischen Militradministration beschlagnahmt, das Unternehmen 1948 aus dem Handelsregister der Stadt Chemnitz gelscht worden. Befehle, die in den westlichen Besatzungszonen keine Gltigkeit hatten und ermglichten, dass sich der Audi-Vorgnger, die Auto Union GmbH, am 3. September 1949 in Ingolstadt grndete. Nur zehn Jahre spter, 1959, nahm das junge Unternehmen die modernste europische Automobilfabrik ihrer Zeit in Betrieb.

Begonnen wurde mit der Produktion von Fahrzeugen in Rumen an der Peripherie der Ingolstdter Innenstadt. Ab August 1949 wurden als erste DKW-Fahrzeuge des wiedererstandenen Unternehmens ein Kleinlieferwagen des Typs F 89 L Schnellaster mit Frontantrieb und Zweizylinder-Zweitaktmotor – gebaut. Im November 1949 folgte die Produktion des ersten Nachkriegsmotorrades. Unter der Bezeichnung DKW RT 125 W (W stand fr West), der Neuauflage eines zwischen 1940 und 1945 in Zschopau produzierten Erfolgstyps.

Im sogenannten Neuen Werk an der Ettinger Strae ging im Juni 1959 der DKW Junior, ein moderner Kleinwagen mit Dreizylinder-Zweitaktmotor und Vorderradantrieb in Serie. Die Werksanlagen waren speziell fr die Produktion des Junior errichtet worden, bis zu 300 Fahrzeuge entstanden arbeitstglich. Das Junior-Werk, wie es auch bezeichnet wurde, ist die Keimzelle der heutigen ausgedehnten Audi-Werksanlagen.