Artcurial 2019


Jedes Jahr wird die Oldtimersaison durch eine der bedeutendsten Auktionen wĂ€hrend der RĂ©tromobile in Paris eingelĂ€utet. FĂŒr viele ist die RĂ©tromobile und die parallel stattfindenden Auktionen von Arcurial, RM & SothebyÂŽs und Bonhams im Grand Palais ein Trendbarometer fĂŒr die Wertentwicklung im neuen Jahr. Vor allem natĂŒrlich fĂŒr den europĂ€ischen Markt.

Artcurial hat auch 2019 wieder einige echte RaritĂ€ten im Angebot. Das Highlight der Auktion ist bisher der Alfa Romeo 8C 2900B Touring Berlinetta von 1939, mit einem SchĂ€tzwert von € 16 Millionen bis 22 Millionen. Nur rund fĂŒnfzig Fahrzeuge dieses Typs wurden gebaut und davon nur fĂŒnf Fahrzeuge mit der schnittigen Karosserie von Touring ausgestattet. Der bei der Auktion im Februar zum Verkauf stehende Alfa Romeo ist aus vierter Hand, war allerdings seit 47 Jahren im Letztbesitz. Das Fahrzeug ist noch immer im Auslieferungszustand und besitzt noch den originalen Motor. Das letzte verkaufte Modell , dass 2016 bei einer RM & Sothebys Auktion verkauft wurde war der Alfa Romeo 8C 2900B Lungo Spider, der ganze 19,8 Millionen Dollar erzielte.

Eine prominente Rennhistorie kann der Bugatti Typ 51 Grand Prix von 1931 nachweisen. Das Fahrzeug ist weitestgehend original, da der Rennwagen nie in einem Unfall verwickelt wurde. Das Fahrzeug wurde ursprĂŒnglich durch Maurice Lehoux, einem privaten Rennfahrer, erworben. Er fuhr das Fahrzeug bei dem Grand Prix in Monaco 1932 und erzielte den sechsten Platz. SpĂ€ter wurde das Fahrzeug dann sogar von namhaften Rennfahrern wie Maurice Trintignat bei ĂŒber 40 Grand Prix Rennen gefahren. Der SchĂ€tzwert fĂŒr den Bugatti Typ 51 liegt bei rund 4 bis 5 Millionen Euro.

Ein weiteres Highlight bei der Auktion wird der Maserati A6CGS, Baujahr 1953, mit Fantuzzi Karosserie sein. Das Fahrzeug wurde seinerzeit in die USA ausgeliefert und erst vor kurzem komplett restauriert. Die Historie des Fahrzeugs ist lĂŒckenlos und es ist nachgewiesen, dass das Fahrzeug zu Testfahrten von Juan Manuel Fangio gefahren wurde. Der SchĂ€tzwert dieses Fahrzeugs liegt bei etwa 3,75 bis 4,5 Millionen Euro.

Ein Pariser GeschĂ€ftsmann sammelte ĂŒber Jahre hinweg graue Oldtimer Fahrzeuge. Nun steht seine Kollektion bei Artcurial wĂ€hrend der Messe Retromobile zur Versteigerung. In der „Grey Collection“ sind folgende Fahrzeug zu finden: Ferrari 275 GTC von 1966 (SchĂ€tzwert 2,3 bis 2,6 Millionen Euro), der Ferrari 250 Lusso von 1966 (SchĂ€tzwert 1 bis 1,3 Millionen Euro) und ein Aston Martin DB4 Serie V von 1962 (SchĂ€tzwert 900.000 bis 1,1 Millionen Euro).

Aus einer weiteren Kollektion werden drei absolute RaritĂ€ten verkauft, drei GT Modelle aus der Automobilproduktion des Grafen vom Volpi in den frĂŒhen 60er Jahren. Die Serenissima Fahrzeuge sollten in Maranello der Konkurrenz das FĂŒrchten lehren. Alle drei Fahrzeuge wirken, als ob sie gerade erst die Rennstrecke verlassen hĂ€tten. Sie standen allerdings viele Jahre lang in einer Garage. Einziger Vorbesitzer war Count Giovanni Volpi di Misurata persönlich.

Unter den Fahrzeugen befindet sich der Serenissima Spyder mit Fantuzzi Karosserie, ein außergewöhnlicher Spyder der 1966 als No 24 am 24 Stunden rennen in Le Mans teilgenommen hat. Der Spyder ist mit einem 3,5 Liter V8 Motor ausgestattet und hat eine Aluminium Karosserie. Nur zwei Fahrzeuge wurden gebaut und haute existiert nur noch dieser Spyder. Sein SchĂ€tzwert leigt bei etwa 1,3 bis 1,8 Millionen Dollar. Die weiteren beiden Fahrzeuge sind ein Serenissima Agena von 1967 und der Ghia GT von 1968.

Wie vor drei Jahren hat Artcurial wieder einen sensationellen Scheunenfund im Angebot. Drei Bugattis, die ĂŒber Jahrzehnte hinweg in einer Scheune standen und erst vor kurzem wieder das Tageslicht erblickten. Ein Bugatti Typ 40, eine Bugatti Typ 49 Limousine und ein Bugatti Typ 57 Graber Cabriolet.