Jung Oldtimer – Kantig, praktisch, gut: Der Volvo 740 wird Oldie


Zugegeben, in den 1980er Jahren war der Volvo 740 als „Schwedischer Ziegelstein“ nicht gerade ein Hingucker an Leichtigkeit und Design. Obwohl die meisten Fahrzeuge damals dem Zeitgeist folgend eher eckige Formen als runde aufwiesen, fiel der Volvo 740 doch als optisches Schwergewicht auf.

Jetzt können sich die ersten Volvo 740-Besitzer Richtung H-Kennzeichen bewegen. Im FrĂŒhjahr 1984 wurden die ersten Volvo 740er erstmals zugelassen. PrĂ€sentiert wurden sie als etwas gĂŒnstigere Varianten des 760ers.
Weltweit verkauften sich 650443 Exemplare. Die Limousine mit ihrem prĂ€gnanten Stufenheck schrieb zwar Designgeschichte, aber der Kombi kam einfach besser an. Das GefĂ€hrt punktete mit erfreulichen 2120 Liter Fassungsvermögen bei umgeklappten RĂŒcksitzen. Die Wirkung und das GefĂŒhl, in einem Stahlschrank auf RĂ€dern zu sitzen, kamen nicht von ungefĂ€hr. Im Vergleich zu anderen Kombis jener Tage war am Volvo 740 alles schwer und grundsolide gearbeitet. Der Wagen war besonders gut isoliert und auch der GepĂ€ckbereich mit Teppich ausgerĂŒstet, wo bei anderen nur lackiertes Blech zu sehen war. Bei Familien beliebt war neben dem Platzangebot auch der Sicherheitsaspekt, der damals mit dem Namen Volvo quasi einher ging.
Bis heute sind die Vierzylindermotoren der ersten Modelle ausdauernd und zuverlĂ€ssig, weshalb so mancher Volvo mit Patina im Straßenbild zu sehen ist.