Bodensee-Klassik: Opel-Oldtimer im DreilÀndereck


Die dritte Bodensee-Klassik (BKL) startet am 1. Mai um 14 Uhr auf dem Platz der Wiener Symphoniker in Bregenz am Bodensee. Die Rallye fĂŒhrt bis zum 3. Mai auf fĂŒnf Etappen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Eine abwechslungsreiche Strecke durch herrliche Alpenlandschaften lĂ€sst auch die diesjĂ€hrige Auflage der BKL fĂŒr alle Teilnehmer und Zuschauer zum unvergesslichen Erlebnis werden. 180 automobile Klassiker, darunter sieben Opel-Modelle, drehen die Zeit zurĂŒck. Opel Classic wird gleich mit drei legendĂ€ren Modellen, deren Baureihen in den nĂ€chsten drei Jahren jeweils ein halbes Jahrhundert alt werden, an den Start gehen: Opel Commodore A CoupĂ©, Rekord B und Rekord C Cabriolet.

Großes Kino: Schauspielerin Maria Ehrich navigiert den Rekord von Sepp Herberger

Der Opel Rekord ist eines der am lĂ€ngsten gebauten deutschen Fahrzeuge, die von den RĂŒsselsheimern in acht Generationen bis 1986 produziert wurden. Stellvertretend fĂŒr diese Baureihe werden der Rekord B und das Rekord C Cabriolet die diesjĂ€hrige Bodensee-Klassik bestreiten. Der Rekord B gehörte seinerzeit Sepp Herberger. Auf dem Beifahrersitz des Herberger-Rekord mit der Startnummer 112 wird die prominente Schauspielerin Maria Ehrich sitzen, die aus Filmen wie beispielsweise „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ und dem Fernseh-Dreiteiler „Adlon“ bekannt ist. Mit Roadbook und Stoppuhren ausgestattet wird sie Opel-Pressechef Patrick Munsch durch drei LĂ€nder lotsen. Fast 50 Jahre nachdem die viertĂŒrige Limousine vom Band rollte, steht sie perfekt gepflegt fĂŒr die große Tour parat. Unter der Haube werkelt ein 90 PS-Motor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erlaubt. Insgesamt wurden vom Rekord B von 1965 bis 1966 fast 295.000 Fahrzeuge produziert.

Haute Couture: Opel Rekord C Cabrio von Karosserieschneider Deutsch

Der zweite „Rekord-Teilnehmer“ ist ein wahrer Hingucker: das Rekord C Cabriolet von 1966. Beim traditionsreichen Kölner Karosserieschneider Deutsch wurden nur rund 50 dieser Open-Air-Versionen gebaut. Basierend auf der zweitĂŒrigen Rekord C Limousine ist das sogenannte „Deutsch-Cabrio“ eine wahre RaritĂ€t mit der Formensprache aus den 60er Jahren. Angetrieben wird der mit der Produktionszahl „44“ versehene offene Viersitzer von einem 1,7 Liter großen Vierzylinder-Motor mit 75 PS. Die Karosserie des Rekord C Ă€hnelt den US-Straßenkreuzern mit großen, klaren FlĂ€chen und verweist auf die amerikanische Verwandtschaft von Opel zu GM. Ab Werk war der Rekord als zwei- und viertĂŒrige Limousine und als Kombi sowie als Lieferwagen und CoupĂ© erhĂ€ltlich.

Starkes Team: Tourenwagen-Legende Jockel Winkelhock fÀhrt Commodore

Auch Jockel Winkelhock, Opel-Markenbotschafter und Le-Mans-Sieger von 1999, lĂ€sst es sich nicht nehmen, an der dritten Bodensee-Klassik teilzunehmen. Er startet mit einem Commodore A CoupĂ©. Opel prĂ€sentierte 1967 das eigenstĂ€ndige Topmodell Commodore A mit 115-PS-Sechszylinder als Zwei- und ViertĂŒrer-Limousine sowie als CoupĂ©. Äußerlich unterscheiden sich die Commodore-Limousinen vom Schwestermodell der Rekord-Baureihe durch den etwas lĂ€ngeren Vorbau, der fĂŒr den Einbau der Sechszylinderaggregate angepasst werden musste. Der sportliche Commodore rundete die damalige Opel-Produktpalette ab und schließt die LĂŒcke zwischen Rekord und KapitĂ€n/Admiral. Insgesamt wurden vom Commodore A rund 156.500 Fahrzeuge produziert. Das rassige CoupĂ© stand damals fĂŒr die Eigenschaften Temperament, Prestige, Fahrkultur, Luxus, ZuverlĂ€ssigkeit und Wirtschaftlichkeit.