Kitzbüheler Alpen-Rallye – 200 Oldtimer zwischen Schneegestöber und Sonnenschein


Schnee im Mai ist etwas, womit man nicht unbedingt rechnet. Doch den Oldtimerfahrern der Kitzbüheler Alpenrallye machte das am vergangenen Wochenende nichts aus.

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Am zweiten Tag der Veranstaltung überraschte der Großglockner die erste Hälfte des Teilnehmerfeldes mit tiefhängenden Wolken, die sich in kleinen Schneeflocken auflösten. Österreichs beliebteste Alpenstraße war mit ihren vielen Serpentinen und berauschenden Ausblicken dennoch einer der Höhepunkte der diesjährigen Veranstaltung. In exakt 23 Minuten und neun Sekunden sollte die Strecke vom Tal bis zum Haus Alpine Naturschau zurückgelegt werden. Das schaffte mit einer Punktlandung der Audi Super 90,1968 aus dem Fuhrpark von Audi Tradition mit Classic-Chef Thomas Frank am Steuer.
Zum Prolog, der Einstimmungsrunde rund um Kitzbühel, trafen sich am ersten Tag der Veranstaltung die fast 200 Klassiker aller Altersstufen zum ersten Mal. Die brachialen Bentleys, sportliche Zweisitzer und sogar ein edler Hispano Suiza aus dem Feld des Concours-Wettbewerbs an der Villa d’Este 2014 starteten in der Vorkriegs-Klasse. Neben den automobilen Ahnen sind bei den 32 verschiedenen Marken im Starterfeld, auch 22 Fahrzeuge aus den Werkssammlungen von Volkswagen. Am Steuer – wie könnte es bei der Kitzbüheler Alpenrallye anders sein – zahlreiche Prominente. Seinen eigenen Bullibus steuerte TV-Starkoch Johann Lafer. Die erste Lektion im Roadbook-Lesen bekam Extrem-Sportler Felix Baumgartner, der als Rallye-Neuling dabei war.

 


Der Volkswagen-Konzern ist einer der Hauptsponsoren der Gleichmäßigkeitsfahrt. Gewinnen können hier nur Teilnehmer, die Experten im Oldtimerfahren auf Zeit sind. Nicht Schnelligkeit ist gefragt, sondern präzise Durchfahrten an Lichtschranken und über Messschläuche. Ehrgeizig und fast bis zum Ende weit vorne im Ziel war der rote Karman Ghia mit Schauspieler Herbert Knaup am Steuer.
Die Kitzbüheler Alpenrallye bekam in diesem Jahr gleich zweierlei Lob. Die gelungene Streckenführung über weite Teile durch bezaubernde Täler und schöne Seitenstraßen und die geänderten Wettbewerbsmodalitäten mit den vielen zusätzlichen Wertungsprüfungen in der „Classic Trophy“.
In der ,,Sport Trophy siegten Burkhard Müller und Fabian Mohr auf Mercedes- Benz 300 SLS aus dem Jahr 1957. Den 2. Platz belegten Alexander und Elisabeth Deopito (Volvo 121 S Rallye) und Horst Keil und Thomas Linhardt (Mercedes 300 SL Coupé). Die etwas gemütlichere ,,Classic Trophy“ gewannen Dieter Glockner und Edith Fiermann im Jaguar SS 1, 1934. Thomas und Gisela Frank fuhren im Audi Super 90,1968 auf Platz 2 und Vitzslav Kodym und Ladislav Cermak