Opel Klassiker auf der Hausstrecke des GP-Piloten Pietsch


FĂŒr 103 Klassiker geht es der dritten Paul Pietsch Classic, die zu Ehren von Rennfahrer und Verleger Paul Pietsch stattfindet, wieder auf große Fahrt.

Jede Menge blitzenden Chroms und zeitlos schöner Karossen werden ĂŒber rund 470 Kilometer durch die schönsten Ecken des Schwarzwalds – die einstigen Hausstrecken des Grand-Prix-Piloten Pietsch – erkunden. Opel Classic schickt ĂŒber die zwei Etappen der Rallye drei Fahrzeuge der automobilen Oberklasse ins Rennen, die zur KAD-Baureihe gehören und 50 Jahre alt werden. 1964 trumpfen die RĂŒsselsheimer mit der KAD-Baureihe auf. Mit den drei Großen – KapitĂ€n, Admiral und Diplomat – besetzt Opel von 1964 bis 1977 die automobile Oberklasse. Alle drei teilen sich eine knapp fĂŒnf Meter lange und 1,90 Meter breite Karosserie. Nicht nur die Namensgebung spiegelte das Standesbewusstsein der RĂŒsselsheimer wider, sondern auch das stark amerikanisch beeinflusste Design, die Außenabmessungen und die bĂ€renstarken Sechs- und Achtzylindermotoren sind klare Statements.
Stellvertretend fĂŒr die drei Jubilare schickt Opel Classic einen KapitĂ€n B, einen Admiral A V8 und einen Diplomat A V8 CoupĂ© an den Start in Offenburg. Rennfahrer und Opel-Markenbotschafter Jockel Winkelhock wird krĂ€ftig am Lenkrad des 132 PS starken KapitĂ€n von 1969 drehen. Mit dem damals völlig neu entwickelten Fahrwerk samt der hochkarĂ€tigen DeDion-Hinterachse, die fahrdynamisch einer EinzelradaufhĂ€ngung ebenbĂŒrtig ist, wird die Fahrt mit dem Sechszylinder zum Erlebnis werden. Vom sehr seltenen KapitĂ€n B, der von MĂ€rz 1969 bis zum FrĂŒhjahr 1970 gebaut wurde, entstanden rund 11.000 Exemplare – von denen nur noch wenige existieren.
Als zweiter im Bunde der KAD-Reihe absolviert eine weitere RaritĂ€t, der Admiral A mit V8-Motor von 1965, die Rallye. Lediglich 622 Exemplare wurden zwischen 1965 und 1968 von der Admiral-Baureihe in RĂŒsselsheim produziert. Im Cockpit des Luxusliners, der in nur elf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet, sitzen der Opel-Vorstandsvorsitzende Dr. Karl-Thomas Neumann und der Vorjahreszweitplatzierte Hanns-Werner Wirth. Die Oberklasse-Limousine besticht durch die reichhaltige Ausstattung und hohe Fahrkultur. Unter der Motorhaube arbeitet ein Achtzylinder-V-Motor, der 190 PS leistet. Die Kraft wird mittels einer Dreigang-Automatik zu den RĂ€dern geschickt.

 


Außerdem steht noch der große Bruder von KapitĂ€n und Admiral – ein 1966er Diplomat A V8 CoupĂ© – in den Startlöchern fĂŒr die Schwarzwaldroute. Seinerzeit das Flaggschiff der Opel-Flotte. Der Diplomat, der als Limousine und CoupĂ© produziert wurde, ĂŒbernahm die FĂŒhrungsposition des RĂŒsselsheimer Oberklassentrios. Die ausgeprĂ€gt kantige Karosserie mit breitem ChromkĂŒhlergrill zeigt charakteristische Merkmale der zeitgenössischen amerikanischen Vorbilder. Unter der großen Motorhaube bollert ein V8-Triebwerk mit 5,4 Litern Hubraum. Im Topmodell wird eine Leistungsausbeute von 230 PS erreicht und die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 206 Stundenkilometern. Mit diesem Wert war das CoupĂ© zur damaligen Zeit das schnellste Serienfahrzeug seiner Klasse. Das Diplomat CoupĂ© wurde lediglich 304 Mal gebaut und zĂ€hlt heute zu den gesuchtesten Opel-Oldtimern.