Oldtimer zwischen Barock, Renaissance und Hangar 7


Das Gaisbergrennen hat Tradition – auch wenn der Name ĂŒber den heutigen Anspruch der Oldtimer-Veranstaltung tĂ€uscht.

Seit 2003 ist aus der frĂŒheren Rennsportveranstaltung eine GleichmĂ€ĂŸigkeits-Veranstaltung geworden. Nicht weniger spannend, aber mit einem anderen Anspruch an die Perfektion der heutigen Fahrer. AlljĂ€hrlich treffen sich nun im Juni Tourenwagen, Rennwagen und Sportwagen in verschiedenen Klassen (z.B. bis 1945, von 1946 bis 1969). Jedes Team legt in einer Referenzrunde seine eigene Geschwindigkeit fest, die auf dem Gaisberg nicht unter 50 km/Stunde liegen darf. Über die Addition der WertungslĂ€ufe wird der Fahrer mit der geringsten Zeitabweichung ermittelt und erringt so den Sieg. Dabei geht es um hundertstel Sekunden, was auch fĂŒr Profis eine Herausforderung ist.


Den Auftakt erlebt man als Gast bei der Veranstaltung mit dem „Stadt Grand Prix“, einem Schaulauf durch die Salzburger Innenstadt, die eigens dafĂŒr gesperrt wird. 1700 Meter lang ist der Rundkurs zwischen der StaatsbrĂŒcke und der KarolinenbrĂŒcke. Die AufwĂ€rmphase sozusagen, bevor das Fahrerlager nach Guggenthal ĂŒbersiedelt und in verschiedene Starterfelder aufgeteilt wird. WĂ€hrend ein Teil der Oldtimerfahrer auf die 8652 lange Gaisbergstrecke fĂ€hrt, unternimmt der andere Teil eine Wertungsfahrt ins Salzkammergut. Und umgekehrt.

 


Am Samstag folgt eine neue Herausforderung: FĂŒnf möglichst gleich schnelle Runden mĂŒssen auf dem Salzburgring zurĂŒckgelegt werden.
Ein straffes Programm fĂŒr die 155 Teilnehmer, die 2014 aus 14 LĂ€ndern kamen. Unter dem schönen touristischen Motto „Vom Barock ĂŒber die Almen und das Renaissance Jagdschloss am See in den futuristischen Hangar“ könnte man beinahe das Oldtimerfahren vergessen – und das, trotzdem es die Hauptsache an diesem Wochenende war.