„Indianapolis“ auf der Rennbahn Oerlikon


Auf der Offenen Rennbahn Oerlikon dröhnen bald wieder die Motoren historischer Rennfahrzeuge:

Am Dienstag, 22. Juli 2014, geht zum zwölften Mal in Folge das Spektakel „Indianapolis in Oerlikon“ über die Bühne der ältesten regelmässig betriebenen Sportarena der Schweiz. Im Schlechtwetterfall wird die Präsentation auf Donnerstag, 24. Juli, verschoben.

Der jeweils spektakulärste nicht radsportliche Anlass im Saisonprogramm der Offenen Rennbahn Oerlikon steht auch dieses Jahr wieder unter der bewährten Leitung von Georg Kaufmann und der GK Historic Racing. Bereits am Nachmittag werden die historischen Rennvehikel auf zwei, drei oder vier Rädern für ein interessiertes Publikum im Innenraum der Radrennbahn ausgestellt. Kassen und Tore der Offenen Rennbahn Oerlikon werden bereits um etwa 13.00 Uhr geöffnet. Auch die Restauration öffnet früher als gewohnt.
Am Abend finden ab 18.45 Uhr die traditionellen Radrennen statt, diesmal dominiert von den Stehern hinter schweren Motoren. Aufgelockert werden die Wettbewerbe verschiedenster Disziplinen durch rasante, spektakuläre Fahrten der teils sehr betagten historischen Rennfahrzeuge.

 


„Indianapolis in Oerlikon“ erinnert an die legendären Rennen auf der 1909 gebauten ersten permanenten Autorennstrecke der USA. Dieser Motor-Speedway ist oval wie die seit 1912 existierende Oerliker Rennbahn. Die Grössenunterschiede sind allerdings frappant. Der Speedway ist 4.022,5 Meter lang, die Oerliker Betonpiste 333,33 Meter. 200 Runden „Indy“ ergeben eine Distanz von 500 Meilen beziehungsweise 804,5 Kilometern. 200 Runden in Oerlikon führen über 66,666 Meter beziehungsweise 41,333 Meilen.
„Indy“ weist vier Neige-, Oerlikon zwei Steilkurven auf. Letztere sind mit einer Neigung von knapp 45 Grad erheblich steiler als jene des Speedways und sind für Fahrer und Fahrzeuge eigentliche Belastungsproben. Bestand die Oerliker Bahn als Pionierbau von Anfang als weltweit erstes derartiges Bauwerk von Anfang an aus Spannbeton, war „Indy“ ursprünglich mit Millionen von Ziegelsteinen gepflästert. Daran erinnert heute, da auf dem geschichtsträchtigen Parcours noch immer das „Indianapolis 500“ als ältestes Autorennen der Welt ausgetragen wird, nur noch der ein Yard breite Start- und Zielstreifen. Denn erst seit 1961 ist die Hochgeschwindigkeitsstrecke durchgehend betoniert.
Bei unsicherem Wetter sind Informationen über die Durchführung erhältlich auf www.rennbahn-oerlikon.ch oder ab 16.00 Uhr über Telefon 044/311.25.61.