Mustang Shorthy: Aufgetaucht aus der Versenkung


Es war ein Gemeinschaftsprojekt, zu dem in den frĂŒhen 60er Jahren wurden alle Designer, Konstrukteure, Designer und Planer bei Ford zusammengerufen wurden.

FOTOS: Ford

Das Ziel: ein kompakter zweisitziger Sportwagen sollte entstehen. Es war die Geburt des spĂ€teren Mustangs. Die meisten der Konzepte aus diesem Projekt wurden nie umgesetzt und kamen auch nie ĂŒber eine Skizze hinaus, doch einige wenige EntwĂŒrfe wurde als Concept Cars realisiert. Ein als verschollen geltender Shorty Mustang ist bei Pebble Beach nun erstmals wieder zu sehen.
Unter anderem wurde auch ein zweisitziges Ford Mustang Concept Car gebaut. Der „Shorty“ Mustang, wie er hĂ€ufig genannt wird, wurde von Ford Designer Vince Gardner entworfen und bei der Firma Ford Dearborn Stahl fĂŒr die im Land umher reisende Ford Custom Car Show gebaut. Die Karosserie des Shorty Ford Mustang wurde zum Teil aus Glasfaser hergestellt.
Nachdem der Ford Mustang ein wĂŒrdiger Nachfolger des Ford Thunderbird werden sollte, kam man von der Idee eines reinen Zweisitzers ab und wollte den Mustang eher als viersitzigen Sportwagen konzipieren. Damit war auch der „Shorty“ Mustang nicht mehr aktuell. Die Concept Fahrzeuge sollten samt der Skizzen vernichtet werden. Doch Vince Gardner wollte sich von „Shorty“ nicht trennen und versteckte das Mustang Concept Car in einem nahegelegenen Lager. Das Concept Cars wurde als gestohlen gemeldet und Ford kassierte die Versicherungssumme.
Leider vergaß Gardner die Miete fĂŒr diese Lager zu bezahlen und so wurde das Lager einige Monate spĂ€ter gerĂ€umt. Die Versicherung nahm den „Shorty“ Mustang in ihren Besitz und verkaufte es an eines seiner Vorstandsmitglieder.

 


Vier Jahre spĂ€ter stand es in der Autozeitschrift Hemmings Motor News zum Verkauf. Ein Drucker aus Hudson, Ohio, Bill Snyder, sah das Inserat und schickte einen seiner Mitarbeiter nach Connecticut, um das Fahrzeug zu kaufen. Bill Snyder hatte Jahre zuvor den „Shorty“ Mustang auf der Ford Verkaufstour gesehen und wollte es unbedingt haben. Seit nun 46 Jahren ist er Besitzer dieses einzigartigen Modells. NatĂŒrlich hinterließ die Zeit auch ihre Spuren und trotz der nur 15 000 Meilen auf dem Tacho begann der Lack der Karosserie zu reißen. Snyder sprĂŒhte ĂŒber die gesamte Karosserie einen Korrosion-Schutz Lack. Vor einigen Jahren entschied er sich, den Mustang zu restaurieren. Seine Frau entdeckte unter der Motorhaube noch Reste der Original-Lackierung. Mittels einer genauen MaterialprĂŒfung konnte so der ursprĂŒngliche Lack wieder hergestellt werden. Auch die originalen Fensterscheiben aus Plexiglas konnten wieder aufpoliert werden.
Der „Shorty“ Mustang wird am kommenden Wochende erstmals wieder öffentlich beim Pebble Beach Concours DÂŽElegance in Monterey zu sehen sein.