Horex – Vom Ende einer Traditionsmarke


„Von Motorradfahrern fĂŒr Motorradfahrern“ lautete einst der Leitspruch des Motorradherstellers Horex in den GrĂŒnderjahren.

In den frĂŒhen50er Jahren war die Glanzzeit des Unternehmens. Die „Regina“ mit Teleskopgabel und Geradweg-Hinterradfederung war mit ihrem 350-cmÂł-Einzylindermotor das erfolgreichste Horex-Motorrad. Der „Imperator“ war das Motorrad, von dem man als junger Mann trĂ€umte. Doch die Glanzzeiten fĂŒr MotorrĂ€der waren – auch aufgrund des Autobooms – irgendwann einmal vorbei. Die Fertigung der ZweirĂ€der wurde eingestellt und Horex wurde von Daimler ĂŒbernommen. Nach wechselnden Besitzern gelangten die Markenrechte von Horax schließlich zu Clemes Neese, der dem Unternehmen wieder zu frĂŒherem Ansehen verhelfen wollte. 2010 prĂ€sentierte man in MĂŒnchen einen Prototypen mit einem 6-Zylinder-V-Motor, den Triebwerksexperten der Hochschule MĂŒnchen entwickelt hatten. Der Durchbruch ließ auf sich warten und nachdem die finanzielle StabilitĂ€t ins Wanken geriet, musste die neue Horex GmbH im vergangenen August Insolvenz anmelden.