Von Ägypten in die Welt


Der Rennfahrer Jonathan Williams wurde in Kairo geboren – seine Karriere begann in Silverstone und fĂŒhrte ihn in viele LĂ€nder.

LegendĂ€r war sein Auftritt in Steve McQueens Film “Le Mans,” wo er einen Porsche 908 als Kamerawagen fuhr. Jetzt ist Williams mit 71 Jahren gestorben.

Es waren nicht Titel, die Rennfahrer Jonathan Williams berĂŒhmt machten, es war sein buntes Leben. Geboren wurde er 1942 in Kairo, wo seine Eltern eine Schule leiteten. Nach einer Reise nach Silverstone 1951 stand fĂŒr den jungen Jonathan fest: “Ich werde Rennfahrer.” Zehn Jahre spĂ€ter wurde sein Wunsch wahr – als Pilot am Steuer eines Mini. Es war die Zeit, als jedes Rennen Risiko bedeutete… Williams crashte den Mini in Mallory Park, hatte einen Unfall mit einem Formel Junio-Merlyn 1963 in Monaco… Einen wie Jonathan Williams warf so etwas vielleicht zurĂŒck, aber aufhalten konnte es ihn nicht. Er startete in der Formel 3 mit einem Lotus, nahm an Rennen ĂŒberall in Europa teil. Irgendwann ging ihm das Geld aus, aber auch das sollte ihn nicht hindern… Schließlich kam ein Engagement in Italien, wo Williams 1966 fĂŒr das Santis Team startete und 1967 zur Scuderia Ferrari wechselte. 1967 fuhr er seine einziges Formel 1 Rennen – beim Großen Preis von Mexiko. Williams blieb nicht bei Ferrari, er startete in Europa fĂŒr viele Teams, unter anderem auch fĂŒr das von Frank Williams, mit dem er die Lotteria Monza gewann und mit dem er sein Leben lang befreundet blieb.
1970 wurde Jonathan Williams weltbekannt – Steve McQueen holte ihn fĂŒr seinen Film “Le Mans,” als Fahrer fĂŒr den Kamerawagen – einen Porsche 908. Nicht nur wĂ€hrend des Rennens war Williams dabei, auch bei den Filmarbeiten.
Seine Sportkarriere beendete Williams 1971 – er hatte ein Jahr zuvor seinen besten Freund Piers Courage bei einem Race in Holland verloren und wollte selbst nicht lĂ€nger als Rennpilot sein Leben riskieren. Er wurde Berufspilot, flog als Privatpilot eines reichen GeschĂ€ftsmannes, bereiste spĂ€ter die KĂŒsten Frankreichs, Spaniens und Portugals mit dem Wohnwagen. Schließlich ließ er sich in Spanien nieder und schrieb fĂŒr