Rallye Dix Mille Tours – Geliebter Motorengeruch im Mistral


Ein ganzes Wochenende lang lag der Paul Ricard Circuit unter der Soundglocke von historischen Motoren.

Der Mistral, der ĂŒber die 1970 fertiggestellte Motorsport-Rennstrecke nahe der sĂŒdfranzösischen Ortschaft Le Castellet im DĂ©partement Var weht, war angereichert mit dem Duft, den Oldtimerliebhaber auch gelegentlich als „Motorenparfum“ verherrlichen. Zur 5. Dix Mille Tour waren 12.000 Zuschauer gekommen, um die 260 seltenen Rennklassiker live auf der Piste zu erleben.
Zu sehen gab es vieles auf der Rennstrecke. Aber das ist bei der Dix Mille Tour eben nicht alles. Zu den 260 Rennklassikern gesellten sich weitere 250 Oldtimer, die Clubs und Sammler auf die EventflÀche brachten.
Die traditionellen Ausdauer-Rennen der 90 Oldtimer in der Endurance Klasse wurden in zwei grids aufgeteilt. Zu ersten Mal nach 40 Jahren wurden auf dem Rund auch Sport Prototypen auf das Rund geschickt. Einige Oldtimer waren auch zurĂŒck gekommen auf die französiche Rennstrecke, als WiederholungstĂ€ter sozusagen, wie der Chevron B16, der Lola T70 und die Porsche 908er. GĂ©rard, der schon 1974 die Strecke unter die RĂ€der genommen hatte, fuhr jetzt in einem Porsche 911 RSR mit den legendĂ€ren Martini Racing Farben. Am Sonntag gewann das Team Goethe/Hall in ihrem Lola T70 Mk III B in CER, wĂ€hrend Dominique Guenat in seinem Lola T286 in CER2.
Die Runde der 60er Jahre Endurance Racer war besonders attraktiv mit 68 Oldtimern der Baujahre vor 1966. Nach einem spannenden Rennen mit vielen Überraschungen beendeten Michel Lecourt und Raymond Narac in ihrer 1964 Selby Cobra als Sieger.

 

 


WĂ€hrend des Italian pre-1966 Sport and GT Events beachteten alle Fahrer die besonders strengen Regeln der Trofeo Nastro Rosso, da der Wert der Fahrzeuge eine besondere Fahrweise auf dem Rennkurs erforderte. Trotzdem gab es erbitterte KĂ€mpfe und Carlos Monteverde, Gary Pearson und Michael Erlich gingen um Haaresbreite hintereinander durchs Ziel. Der Ferrari 250 LM gewann vor dem Bizzarrini 5300 GT.

Organisator Peter Auto brachte auch eine spannende Group C Renn Prototypen an den Start. Die magische Rekordmarke von 300 km/Stunde nahm Katsu Kubota in seinem 1990 Nissan R90 CK.
Der nĂ€chste Event fĂŒr Rennbegeisterte steht schon vor der TĂŒr: das Algarve Classic Festival in Portugal.