Oldtimer Wertzuwachs positiv, aber entschleunigt


Der Deutsche Oldtimer Index, den der Verband der Automobilindustrie (VDA) herausgibt, wuchs 2014 um 4,5 Prozent von 2186 Punkte im Jahr 2013 auf 2285. Noch 2013 hatte er ein Plus von ĂŒber acht Prozent erreicht.

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Damit bestĂ€tigt sich ein Muster der vergangenen Jahre: Nach Phasen stĂ€rkeren Wertzuwachs folgen in der Regel Phasen mit einem geringeren Anstieg. Langfristig zeigt der Deutsche Oldtimer Index eine positive Tendenz nach oben. Im Jahr 2014 erreichte der Mercedes-Benz 300 SL (FlĂŒgeltĂŒrer) den höchsten Zuwachs. Im Vorjahr hatte die Sportwagen-Ikone auf dem zweiten Platz gelegen. Den hĂ€lt jetzt ein US-Amerikaner. Der Chevrolet Camaro der Baujahre 1978 bis 1981 war bereits 2012 Zweitbester im Wertzuwachs.

Platz eins in der Rangliste der Fahrzeuge mit dem höchsten Wertzuwachs gegenĂŒber dem Vorjahr hat die Sportwagen-Legende Mercedes-Benz 300 SL (FlĂŒgeltĂŒrer) erobert (Vorjahr: Platz zwei). Dahinter folgt ein bekannter US-Amerikaner: Der Chevrolet Camaro der Baujahre 1978 bis 1981 war bereits 2012 Zweitbester im Wertzuwachs. Den dritten Rang belegt das Mercedes-Benz 500 SEC CoupĂ© (W 126), das von 1985 bis 1991 gebaut wurde. Dahinter folgt der Volvo PV 544 (Baujahre 1961-1965). Zwei Opel-Modelle belegen die PlĂ€tze fĂŒnf und sechs: Der Opel Commodore, eine Limousine der oberen Mittelklasse (1969-1971) mit Reihensechszylinder, und dahinter der etwas schwĂ€cher motorisierte Opel Rekord C 1700 (1968-1971). Der Opel Ascona B (1975-1981) schafft es auf Platz zehn. Damit sind historische Opel-Modelle 2014 in den Top Ten am stĂ€rksten vertreten.

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Der Mercedes-Benz 300 SL (FlĂŒgeltĂŒrer) legt nicht nur im Vorjahresvergleich am stĂ€rksten zu: Der Wagen fĂŒhrt auch die Rangliste der Fahrzeuge mit dem stĂ€rksten Wertzuwachs seit Beginn der Index-Berechnung 1999 an. Platz zwei teilen sich automobile Legenden aus dem Volumensegment: die „Ente“ (Citroen 2CV 6) und der VW „Bulli“ (VW Bus Typ 2 T2). Beide Fahrzeuge haben ihre hohen WertzuwĂ€chse in den vergangenen 15 Jahren auch einem relativ geringen Ausgangsniveau zu verdanken. Es folgen weitere Modelle aus dem Segment der Alltagsfahrzeuge der 1970er Jahre: der Ford Escort 1100 S (1968-1970) und dahinter der Renault R4 (1972-1974).

 

 

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Im Oldtimer-Markt lassen sich verstĂ€rkt zwei voneinander zunehmend unabhĂ€ngige Segmente beobachten. Einerseits wurden auf öffentlichen Auktionen fĂŒr selten gebaute Fahrzeuge, EinzelstĂŒcke oder Rennwagen, nicht selten mit berĂŒhmten Vorbesitzern, im vergangenen Jahr Rekordpreise erzielt. Dieser Bereich ist fĂŒr den gesamten Oldtimermarkt jedoch wenig reprĂ€sentativ, denn hier wird hĂ€ufig unter dem Gesichtspunkt der Geldanlage in Sachwerten gekauft. Auf der anderen Seite stehen die echten Oldtimer-Enthusiasten, die sich unabhĂ€ngig vom Seltenheitswert oder Wertsteigerungspotenzial fĂŒr ihre Fahrzeuge begeistern. Sie geben im Durchschnitt fĂŒr ein historisches Fahrzeug deutlich weniger als 20.000 Euro aus. Der Wertzuwachs dieser Fahrzeuge kompensiert in der Regel nicht die stetig anfallenden Wartungs- und Unterhaltskosten. Solche Fahrzeuge bilden auch den Kern des Deutschen Oldtimer Index: Hier werden keine EinzelstĂŒcke aufgenommen, sondern nur Fahrzeuge, von denen eine gewisse StĂŒckzahl gebaut und auch heute noch gehandelt wird. Die Basis des Index bilden Daten des Bochumer Bewertungsspezialisten classic-analytics. FĂŒr die Ermittlung des Index werden 88 Fahrzeuge ausgewĂ€hlt, die aufgrund ihrer Spezifikationen, ihres Herstellerlandes sowie ihrer HĂ€ufigkeit den deutschen Oldtimer-Markt reprĂ€sentativ abbilden. Die aktuellen Zulassungszahlen werden bei der Berechnung berĂŒcksichtigt.