Oldtimer aus der ganzen Welt nahmen an der Mille Miglia teil


Am Fahrzeug allein kann es nicht gelegen haben, dass die Argentinier Juan Tonconogy und Guillermo Berisso die Mille Miglia 2015 gewannen.

Sehen Sie hier das Video ĂŒber die 33. Ausgabe der Mille Miglia 2015. (Film-Material Copyright: Mille Miglia S.r.L & Classic-Car.TV)

Mille Miglia 2015

Zwar stammt ihr Bugatti T40 aus dem Jahr 1927, in dem die Mille Miglia – damals als Rennen – erstmals stattgefunden hat, aber um heute als Sieger auf der Rampe gefeiert zu werden bedarf es VirtuositĂ€t in Sachen GleichmĂ€ĂŸigkeitsfahren und prĂ€zises Timing.

2015 war ein Rekordjahr fĂŒr die Mille Miglia mit 438 Fahrzeuge von 67 Automobilherstellern in Brescia startete. Die grĂ¶ĂŸte Zahl der Teilnehmer kommen aus Europa, aber einige reisen von fernen Kontinenten an, um dabei zu sein.
Auf 1000 Meilen passieren die Teilnehmer rund 200 StĂ€dte durch das Veneto, die Emilia-Romagna, die Marken, Abruzzen, die Toskana. Es geht ĂŒber schmale Landstraßen stets abseits der großen Routen und Autobahnen Richtung Rom und wieder zurĂŒck.

 

 

 

 

 

 

Schon die erste Etappe am Donnerstag Richtung Rimini bedeutete das Aus fĂŒr 13 Teams. Alle anderen machten sich auf gen Rom ĂŒber San Marino, Senigallia, Pesaro und Ancona ging es weiter sĂŒdwĂ€rts der KĂŒste entlang nach Loreto, Recanati, Macerata, Ascoli und Teramo. Das erste Fahrzeug erreichte die Engelsburg am Abend. Wer spĂ€t gestartet war in Rimini kam erst viel viel spĂ€ter tief in der Nacht oder frĂŒhen Morgen an.
Die Tage sind lang und der Schlaf kurz. Nicht nur fĂŒr Fahrer und Beifahrer. Es ist ein Durchhaltemanöver – auch fĂŒr die alten Motoren. Rennlegende Sir Stirling Moss hatte hier auch seinen Auftritt im historischen Fahrzeug. Im Jahr 1955, als die Mille noch ein Rennen war, hatte er die Strecke in Rekordzeit im Mercedes Benz 300 SLR absolviert.

 

 

 

 

 

 

Am Samstag fĂŒhrt die Route den Tross zurĂŒck. Aus Rom gent es in Richtung Toskana. Malerische Orte wie Ronciglione, Viterbo, Radicofani und Siena liegen auf der Strecke. Und wie immer und ĂŒberall werden die historischen Automobile von begeisterten Zuschauern begrĂŒĂŸt.
Ein erhebendes GefĂŒhl sind auch die Ortsdurchfahrten von Pisa und Lucca. Gleich danach ĂŒberqueren die Wettberwerber den Abetone Pass. Die Ebene der Reggio Emilia lĂ€sst Fahrer und Oldtimer ein wenig entspannen. Abends ist Zieleinlauf in Regio vor dem prĂ€chtigen Theater. Es ist spĂ€t geworden und manch einer schlĂ€ft direkt im Auto ein.
Am letzten Tag heißt es auf nach Brescia. Die erste HĂŒrde ist die Zeitkontrolle auf der Via Reale in Monza. Selbst alte FĂŒchse trainieren wĂ€hrend des Jahres mit ihrem Copiloten das Sekunden genaue Überfahrern der Linie, um möglichst wenige Strafpunkte zu erhalten. Ganz neu bei der 33. Mille Miglia war in diesem Jahr die RĂŒckkehr auf das Autodrom von Monza. Hier war eine besondere „High-Speed“-PrĂŒfung angekĂŒndigt, die sich als Tempo-Limit-Herausforderung mit strikten 50 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit herausstellte.

 

 

 

 

 

 

Die Weinregion Franciacorte bietet die letzten reizvollen Ausblicke, bevor der Zieleinlauf in Brescia folgt. Nach 1760 Kilometer, auf denen sich manch einer ob der applaudierenden Zuschauer wie ein Star gefĂŒhlt hat, endet die Viertagesveranstaltung. „Als wir das erste Mal teilgenommen haben“, so schildert eine Dame aus Neuseeland, „da fĂŒhlten wir uns wie Helden. Dabei wette ich, dass die Menschen den Autos zujubeln 
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