Bosch Klassik: Oldtimer in Moskau


Mitten ins Herz der russischen Hauptstadt Moskau fĂŒhrte die Oldtimerrallye Bosch Moskau Klassik. Gestartet wurde am 15. Juni auf dem Roten Platz.

BoschKlassik_Moskau

„FĂŒr alle, die eine Mischung aus Blut und Benzin in den Venen haben“, meinten die Veranstalter, sei diese Rallye geeignet, die in Russland zu den eher seltenen Anblicken fĂŒr Automobil-Enthusiasten zĂ€hlt.
Die Sonntagsruhe wurde jĂ€h unterbrochen durch den mĂ€chtigen Sound der Oldtimer. Einzigartige Fahrzeuge, die zwischen 1910 und 1980 gebaut wurden, konnten teilnehmen und starteten im Minutentakt. Als erster Wagen begeisterte ein Chevrolet Roadster, Baujahr 1915, die zahlreichen Zuschauer, als er ĂŒber die Startlinie brauste. Ins „Rennen“ schickte den Wagen eine russische Restaurationsfirma namens Kamyshmash, die betont, dass der Wagen exakt so aussah wie vor einem ganzen Jahrhundert. Dass ein Wagen, der seinen runden Geburtstag feiert die Bosch Moskau Klassik eröffnet gehörte schon seit nun vier Jahren zur Tradition.
Mehr als drei Dutzend rollende Ikonen, die meisten aus der goldenen Ära der Automobilgeschichte – Mercedes-Benz, Porsche, BMW, Jaguar und nostalgische sowietische Marken wie Popeda, Volga, Moskievich und Zaprpzhet waren mit dabei. Aber neben den vierrĂ€drigen Oldtimern machten sich auch historische MotorrĂ€der wie Dniepr M-77 (1958), Ural M-72 (1959), Ural M-67-36 (1982), Ural-Escort (1980) und eine Honda GL 1000 Goldwing (1975) auf den Weg.

 

 

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FOTOS: Moskau BOSCH Klassik

 
FĂŒr viele Moskauer indes, gab es besondere Momente: etwa bei der PrĂ€sentation eines BMW 503, dem letzten produzierten Exemplar von nur 412 Modellen. Der Wagen mit der Serien Nummer 69411 wurde einst fĂŒr den Prinzen von Kuwait im Jahr 1960 gebaut, der damals in Lausanne residierte, gebaut – so berichten Moskauer Medien. Jetzt hatte ihn der BMW Classic Car Club Russland (gerade erst 2014 gegrĂŒndet) als Teilnehmer gemeldet. An deutschen Marken fielen ein BMW 2000 CS (1960), ein Porsche 356 C (1964) auf, und ein Messerschmitt KR 200 FMR (1959) – der allerdings in der Motorradklasse startete.
Die ‘Stuttgart Classics’ wurden wĂŒrdig vertreten durch den Mercedes-Benz Club Russia und fungierten als offizieller Partner der Rallye. Oleg Rybtsev (Bosch-Vize Teile und Diagnostic Equipment, Osteuropa) bei der Eröffnung: “Bosch hat mit seiner ĂŒber 100jĂ€hrigen Historie die Geschichte der Automobil-Industrie geschrieben. Seit Anbeginn der Automobilisierung unterstĂŒtzt Bosch den Motorsport und Hochleistung und sorgt fĂŒr BestĂ€ndigkeit, Ausdauer und Paßgenauigkeit. So ist es bis heute. Unsere Firma wird die historischen Fahrzeuge niemals vergessen und fĂŒhrt auch aus diesem Grund eine eigene Rallye durch: die Bosch Boxberg Klassik. Ebenso, wie die Bosch Moskau Klassik. Die Firma investiert viel in Innovationen und pflegt ihre Historie. Wir schauen immer forwĂ€rts und vergessen die Vergangenheit nicht.”
Die Route der Bosch Moskau Klassik fĂŒhrte zunĂ€chst durch Moskaus VorstĂ€dte bis zur Rennstrecke des Russian Federation Federal Security Service’s (FSO) Automobil Clubs – eine der best ausgestatteten Rennstrecken Russlands. Hier war fĂŒr Zuschauer und Teilnehmer Einiges geboten: Nach einem Le Mans Start wurden hier durch den wechselnden Untergrund von ‘unbefestigt’ bis ‘pures Eis’, mit Aquaplaning und Hochgeschwindigkeit diverse Manöver gefahren. Auf einer dynamischen Drift-Platte erlebte manch einer ein neues FahrgefĂŒhl.
Die Parade der teilnehmenden Fahrzeuge war der abschließende gemeinsame Höhepunkt des Renntages. Die Ehrenrunde, so sagt man in Russland, ist eine der liebgewonnenen Traditionen, die man von der Bosch Boxberg Classic ĂŒbernommen hat.