AvD-Classic-Gala: Gartenkunst & Oldtimer-RaritÀten


Eine Weltpremiere wird es beim kommenden Klassiker-Event Concours d’Elegance AvD-Classic-Gala (4.-6. September) in Schwetzingen geben: ein Benz und ein DeDietrich – beide aus dem Jahr 1896 – treffen sich.

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Zwei Zeitzeugen aus den AnfĂ€ngen der Automobilgeschichte. Der DeDietrich aus Frankreich ist eher eine tuckernde Maschine und das Benz Velo eine Chaise mit Komfort, die Motor statt Zugpferde hat. Erstmals wird der 2-Zylinder DeDietrich aus dem Familienbesitz der Familie DeDietrich von seinem Schloss in Frankreich in die Öffentlichkeit gefahren.

Im Schlosspark Schwetzingen kann man an diesem Wochenende auch den ersten Bugatti, der ebenfalls vom Baron DeDietrich finanziert wurde sehen. Der Urenkel der Familie DeDietrich, wird sich den ersten öffentlichen Auftritt des Autos seiner Urahnen von 1896 nicht entgehen lassen. Vom zweiten französischen Automobilförderer, dem Grafen DeDion, stammt der frĂŒhe Grand-Prix-Wagen von 1909, zwar noch auf HolzspeichenrĂ€dern ohne Vorderrad-bremsen, aber dennoch 120 km/h schnell.
Mehr als 30 Kleinwagen aus der Wirtschaftswunderzeit drĂ€ngeln sich am Hirschbrunnen zum ersten Concours d’Elegance fĂŒr die Kleinsten. Ein reizvoller Kontrast zu den dicken Straßenkreuzern des US-Classic-Car-Concours, der sich ausschließlich originalgetreuen Amerikanern widmet.

 

 

 

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Fans großer Automobile können in Schwetzingen den riesigen Rolls Royce Phantom mit dem Maybach Zeppelin von 1934 vergleichen, die beide schon gut sechs Meter lang sind. Noch lĂ€nger ist der berĂŒhmte Mercedes 600 Pullman von 1966, dessen kurze und lange Version nebeneinander zu bestaunen sind. Noch nicht bestĂ€tigt, aber sehr wahrscheinlich ist der Auftritt eines Cadillac, der 1960 von Pininfarina eigens fĂŒr Jacky Kennedy entworfen und „Jaqueline“ getauft wurde.
Kaum mehr bekannt ist die Marke Röhr, die einst Ober-Ramstadt sĂŒdlich Darmstadt zu einer weltweit
beachteten Automobilstadt machte. 1932 baute man mit Hilfe der Firma Autenrieth in Darmstadt auf Basis der Luxuslimousine 8F einen schnittigen Luxuswagen, den man im Vorgriff auf die damalige
Olympiabewerbung der Stadt Berlin „Olympier“ nannte und auf allen internationalen Automobilsalons
prĂ€sentierte. Nach dem Krieg wurde er nach Amerika verbracht, wo er schließlich bis 2007 in einem
Museum aufbewahrt wurde, bis ihn der Ober-RamstĂ€dter Unternehmer Horst LautenschlĂ€ger entfdeckte und nach jahrelangen Verhandlungen endlich in seinen Produktionsort Oder-Ramstadt zurĂŒck bringen konnte. Jetzt ist er vollstĂ€ndig restauriert und ein Star des 11. Int. Concours d’Elegance in Schwetzingen.
Kunst wird auch prĂ€sentiert in Schwetzingen: Im SĂŒdflĂŒgel zeigen KĂŒnstler ihre Interpretationen des Themas Automobil. Im Bereich des Schlossrestaurants, des Foyers und der SĂ€le im Nordzirkel laden ausgewĂ€hlte Fotografien aus den letzten 10 Jahren des Concours d’Elegance die Blicke der Besucher zum Vergleich mit der aktuellen PrĂ€sentation im Park ein.
Eintrittspreis: 5.- Euro fĂŒr die staatlichen Schlösser und GĂ€rten in WĂŒrttemberg.