Ein Leben am Steuer – DTM-Legende Asch wird 65


Am Steuer historischer Mercedes-Benz Fahrzeuge trifft man Roland Asch regelmĂ€ĂŸig bei Oldtimer-Events. Dort ist der Jubilar als Markenbotschafter unterwegs.

Eifelrennen auf dem NĂŒrburgring, 19.04.1992. Roland Asch (Startnummer 17) mit einem AMG Mercedes-Benz Rennsport-Tourenwagen 190 E 2.5-16 Evolution II.

Eifelrennen auf dem NĂŒrburgring, 19.04.1992. Roland Asch (Startnummer 17) mit einem AMG Mercedes-Benz Rennsport-Tourenwagen 190 E 2.5-16 Evolution II.

Seit Ende der 1970er-Jahre fuhr Roland Asch Erfolge im Tourenwagensport, bei Slalom- und bei Bergrennen ein. Insbesondere die Ära der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft prĂ€gte der sympathische Motorsportler in den 1980er- und 1990er-Jahren am Steuer von Mercedes-Benz Rennsport-Tourenwagen.
Zur Welt kam Roland Asch 12. Oktober 1950 in Altingen – zwischen TĂŒbingen und Herrenberg gelegen. Im Autohaus der Eltern begeisterte sich der Junge schon frĂŒh fĂŒr Motor- und Kraftfahrzeugtechnik. Diese Faszination prĂ€gte Roland Aschs Berufsleben: Er legte 1974 erfolgreich die PrĂŒfung zum Kraftfahrzeugmeister ab und ĂŒbernahm 1982 den elterlichen Betrieb. Zu diesem Zeitpunkt feierte der sympathische Schwabe lĂ€ngst schon Erfolge im Rennsport.
Den Anfang seiner Motorsportkarriere machten ab 1976 Slalom- und Bergrennen, die Asch mit sportlichen Modellen der Marke Ford bestritt – und die er in der eigenen Werkstatt fĂŒr den Wettbewerbseinsatz vorbereitete. Schnell stellten sich Rennsiege ein, und bald folgte der erste Meistertitel: Mit seinem Ford Escort RS 2000 sicherte sich Asch im Jahr 1981 den Deutschen Berg-Pokal. LegendĂ€r ist die Abfolge von drei hintereinander errungenen Meistertiteln im Porsche 944 Turbo Cup in den Jahren 1987 bis 1989. Asch erzielte auf Porsche weitere Erfolge wie den Titel im Porsche Carrera Cup 1991.
1988 ging Roland Asch dann mit einem Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft an den Start. Das Fahrzeug kaufte sich der Rennfahrer damals selbst fĂŒr den stolzen Preis von 80.000 Mark. „Ein handliches, gutes Auto, das gemacht hat, was ich will“, erinnert sich Asch heute an diese erste Rennversion der Kompaktklasse W 201. Prompt wurde er, obwohl er unter der Woche im Autohaus der Familie arbeitete, in dieser Saison Vizemeister der DTM mit 242 Punkten hinter Klaus Ludwig (258 Punkte).
Dieser Erfolg machte Mercedes-Benz auf den vielversprechenden DTM-Piloten aufmerksam. ZunĂ€chst unterstĂŒtzte das Unternehmen Asch mit Logistik, dann erhielt er einen Vertrag als Testfahrer fĂŒr die DTM-Rennsportwagen Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution, die sich noch in Entwicklung befand (eingesetzt ab 1989) und 190 E 2.5-16 Evolution II (eingesetzt ab 1990). Schließlich wurde er Werksfahrer in der DTM. Bereits 1989 holte Asch fĂŒr Mercedes-Benz beim Rennen in Mainz-Finthen seinen ersten DTM-Sieg. Die erfolgreichste Saison fĂŒr den Altinger in der DTM war das Jahr 1993 mit drei Siegen und seiner zweiten Vizemeisterschaft auf Mercedes AMG Rennsport-Tourenwagen 190 E Klasse 1. Bis zur Saison 1994 fuhr Roland Asch fĂŒr Mercedes-Benz in der DTM, danach startete der Rennfahrer weiterhin in verschiedenen Rennserien auf der Rundstrecke.
Heute ist der dreifache Familienvater, den seine Fans fĂŒr die sportlichen Erfolge genauso schĂ€tzen wie fĂŒr seine offene und zugĂ€ngliche Art, als Markenbotschafter nach wie vor am Steuer von Mercedes-Benz Rennwagen aktiv. Neben den DTM-Versionen der Baureihe W 201 – darunter der von Mercedes-Benz Classic fĂŒr den historischen Motorsport aufgebaute 190 E 2.5-16 EVO II – fĂ€hrt Roland Asch auch andere Rennwagen aus der eindrucksvollen Motorsportgeschichte der Stuttgarter Marke.