Gran Premio Nuvolari – Bella Italia zwischen den Meeren


Die Gran Premio Nuvolari löst mit ihren gigantischen Bildern nicht nur „Mille Miglia Feeling“ aus.Tatsächlich sind viele Orte die gleichen Schauplätze. Großartige Landschaften, atemberaubende Gebäude und dazu die italienische Leidenschaft fürs Automobil.

 

Auch bei der Gran Premio Nuvolari sind Oldtimer nur begrenzt nach Baujahren zugelassen. 330 Teilnehmer erfüllten 2015 die Auflagen: Baujahr 1919 bis 1969 waren die Vorgaben. Wenn sich der Tross der Oldtimer beim Gran Premio Nuvolari in der norditalienischen Po-Ebene in Gang setzt, ist die Landschaft um diese Jahreszeit in bezauberndes Licht getaucht. Vorbei sind die brütend heißen Tage des Hochsommers, die die Luft zum Flirren bringen. Jetzt vibriert die Luft durch das Dröhnen der Motoren.

 

 

Die 1060 Kilometer-Strecke „zwischen den zwei Meeren“ meistern die zahlreichen Vorkriegs-Modelle und auch einige Oldtimer aus dem des Museo Storico Alfa Romeo und Audi Tradition Ingolstadt in vier Etappen. Fünf Durchschnittsgeschwindigkeitstests und 81 Zeitkontrollen sind eine Herausforderung für Fahrer und Copiloten.

 

Roberto Cerruti - Reportage Gran Premio Nuvolari 2015_15GPN_340277_D7035342M_StdRes

 

Ins Leben gerufen hatten die Freunde Renzo Castagneto, Aymo Maggi und Giovanni Canestrini das einstige Straßenrennen zwischen Cremona über Mantova bis Brescia zu Ehren des legendären Rennfahrers Tazio Nuvolari, als dieser 1953 verstarb. Nuvolrai war bereits zu Lebzeiten mehr als ein Held und galt als Ikone des Motorsports. Vom 17.-20. September fand die Gran Premio Nuvolari, die seit 1991 wieder durchgeführt wird, zum 24. Mal statt – mit beachtlicher Beteiligung aus Deutschland, Niederlande, Schweiz, Österreich, England, Spanien, USA, Japan, Argentinien und Russland.

Im Jahr 2012 hatten sich über 200 Oldtimer-Piloten auf die Route durch Nord-Zentral-Italien mit Halt in Städten wie Ferrara, Ravenna, Rimini, Siena, Livorno und Pisa gemacht. Inzwischen wird das Feld immer größer, denn es spricht sich herum, dass man Mille-Feeling auch außerhalb der Mille haben kann. Auf den Zuspruch der Zuschauer am Straßenrand müssen die Teilnehmer auch nicht verzichten: zu hunderten stehen die Schaulustigen Oldtimerfans da und winken begeistert..

 

Roberto Cerruti - Reportage Gran Premio Nuvolari 2015_15GPN_950138_DGS_4216M_StdRes

 

Sie sind die ungeschlagenen Favoriten und siegten bei der diesjährigen 25. Ausgabe der Grand Premio Nuvolari zum vierten Mal in Folge: Andrea Vesco and Andrea Guerini auf ihrem FIAT 508 S Balilla Sport mit der Startnummer 53. „Wir sind total glücklich“, beschrieben die Sieger ihre Gefühle „Obwohl uns unser Fahrzeug in diesem Jahr keine technischen Probleme bereitete, war dies die schwierigste aller Nuvolaris. Wir hatten wirklich drei Tage lang mit fünf bis sechs sehr starken anderen Teams zu kämpfen.“

Ein weiteres Team aus Italien, Giovanni Moceri und Daniele Bonetti, mit Startnummer 86 mit einem Fiat 508 C von 1939, fuhr den Platz zwei ein. Und auch der dritte Platz blieb im eigenen Land. Antonino Margiotta und Bruno Perno fuhren mit Startnummer 309 und ihrem Volvo PV544 Sport  von 1965. Ein ganz kleiner Flitzer, ein Renault 4 CV Baujahr 1957 verhalf Emanuela Cinelli und Elena Scaramuzzi zum Sieg in der Damenwertung.