Ohne rote Flagge – Ältester Automobil-Event sammelt Spenden


Sie krĂ€chzten und knatterten und manche Ur-Oldtimer schnurrten auch ganz leise durch den frĂŒhen Morgen.

1900 New Orleans driven by Douglas Pope in Sussex_1

Die MorgendĂ€mmerung ist auch akustisch beim London Brighton Run, dem Ă€ltesten Automobil-Event der Welt, ein ganz besonderes GefĂŒhl. 380 Pioniere der frĂŒhen Automobilgeschichte pilgerten aus der ganzen Welt nach London, um an diesem denkwĂŒrdigen Tag dabei zu sein. Zum 119. Mal starteten die Legenden bei Tagesanbruch aus dem Hyde Park und alle haben nur ein Ziel: angekommen in Brighton. Getragen werden sie unterwegs von eine Welle der Begeisterung. Vorbei am Buckingham Palast, The Mall, Big Ben und ĂŒber die Westminster Bridge – immer mit einem Zauber aus der Viktorianischen Zeit umgeben.
Am Madeira Drive kamen die ersten Fahrzeuge schon um 10 Uhr morgens vorbei – allen voran der 1903 Berliet mit John Bentley am Steuer knapp geschlagen der 1904 Fiat des HollĂ€nders Jan Bruijn. Andere namhafte Persönlichkeiten wie Pink Floyd Drummer Nick Mason, Merhfach-LeMans-Gewinner Jochen Mass und Formel 1 Team Chef Ross Brawn kamen etwas spĂ€ter an. Die BBC Radio Moderatoren Chris Evans, Alex Jones und Ken Bruce nahmen unterwegs Passagiere mit und sammelten so Spenden in Höhe von 330.000 Pfund fĂŒr die Hilfsorganisation des BBC „Children in Need“.
Die Veranstaltung geht zurĂŒck auf den Emancipation Run vom 14. November 1896, der das neue Gesetz „Locomotives on the highway“, feierte. Damals wurde das Speed Limit von 4 auf 14 Miles/Stunde zugelassen und die Pflicht eines voran gehenden Menschen mit Warnflagge aufgehoben.