Dokumentation einer Entwicklung


Es muss nicht immer Geschichte sein. Das Volkswagen-Museum in Wolfsburg beherbergt schon seit lÀngerem einen Fahrroboter auf Basis des Polos III.

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Übergabe des Caroline: Felix Kallmeyer, Volkswagen Forschung (links außen), links hinten: Eberhard Kittler, Vorstand der Stiftung Auto-Museum Volkswagen; Rechts vorn: Prof. Dr. JĂŒrgen Hesselbach, PrĂ€sident der Technischen UniversitĂ€t Braunschweig im Kreise seiner Professoren, die an dem Projekt Caroline beteiligt waren. Die Leitung lag bei Prof. Dr. Markus Maurer (rechts außen).

 

Ab sofort sind im Rahmen einer neu geschaffenen Themeninsel zwei weitere selbstfahrende VW zu sehen: der Golf GTI 53+1 aus der Volkswagen Konzernforschung und der VersuchstrÀger Caroline der TU Braunschweig als Dauerleihgabe. Sozusagen Dokumentation der Geschichte.
Das Forschungsprojektteam „CarOLO“ der TU Braunschweig entwickelte den VersuchstrĂ€ger Caroline auf Basis des VW Passats fĂŒr die Darpa Urban Challenge 2007 in den USA. Ziel des Wettbewerbs war, einen knapp 100 Kilometer langen Stadt-Parcours völlig autonom in weniger als sechs Stunden zu bewĂ€ltigen. Ausgestattet mit umfangreicher Sensortechnik, einer vorher aufgespielten digitalen Straßenkarte und einem Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe belegte der Wagen den siebten Platz im Gesamtklassement. Das Fahrzeug musste hierbei auch Verkehrsschilder und -situationen nach den geltenden Verkehrsregeln selbststĂ€ndig erkennen und verwerten. Das Fahrzeug war unbesetzt, so dass niemand hĂ€tte eingreifen können.

 

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Der Golf GTI 53+1 hingegen kann zuvor angelernte Strecken komplett ohne Fahrer absolvieren. Der Golf aus dem Jahr 2006, ausgestattet mit einem 147 kW / 200 PS starken turbogeladenem Motor, misst einen vorher mit Pylonen gekennzeichneten Rundkurs in Schrittgeschwindigkeit ab und errechnet aus den gesammelten Daten sowohl die Ideallinie, als auch die Be- und Entschleunigungsmomente. Die Bezeichnung des 53+1 rĂŒhrt daher, dass das erste autonom fahrende Auto „Herbie“ im Disney-Film mit der Startnummer 53 zum Einsatz kam.

Außerdem wird im Auto-Museum ein Polo III Fahrroboter aus dem Jahre 2001 prĂ€sentiert. Zur Erprobung elektronisch geregelter Assistenzsysteme wurde er mit der damals modernsten Sensoren- und Satellitentechnik ausgestattet. Die dort erfassten Daten wurden auf einem eingebauten Hochleistungsrechner zusammengestellt und dem Techniker auf dem Beifahrerplatz zur VerfĂŒgung gestellt, um eventuell eingreifen zu können.