Museum – Audis dynamische Skulpturen


Das Audi museum mobile prĂ€sentiert in der Ausstellung „Dynamic Sculptures – Die Tradition von Sportlichkeit und Eleganz bei Audi“ zwölf CoupĂ©s von den 1930er Jahren bis heute.

Die neue Sonderschau dauert vom 3. Mai bis zum 18. September. Dabei dreht sich alles um die besondere Karosserie-Form der Coupés und deren Ursprung.
Kaum eine andere Karosserie-Form ĂŒbt eine derart große Faszination auf Liebhaber schöner Autos aus wie das CoupĂ©. Und so ist eine Bauform, die ihre UrsprĂŒnge im Kutschenbau hat, schnell zum Inbegriff von Eleganz und gutem Automobildesign geworden. Zu Beginn seiner Entwicklung nannte sich diese Art des Wagenbaus „Les DĂ©sobligeantes“ (die UngefĂ€lligen). Durch „Abschneiden“ (französisch: couper/ coupĂ©) wurden dann aus viersitzigen Kutschen zweisitzige. Es entstand ein KarosÂŹserietyp, der das Interesse der sogenannten „besseren Gesellschaft“ weckte. Die gleichÂŹzeitig verbaute, hochwertige Innenausstattung machten CoupĂ©s in der FolgeÂŹzeit zum LieblingsÂŹgefĂ€hrt der HautevolĂ©e in Europas Metropolen.
In den 1930er Jahren, mit den ersten Versuchen im Stromlinien-Design, begann sich die nach hinten und unten geschwungene Dachform zu etablieren. Die heute gelÂŹtende Definition fĂŒr CoupĂ©s kristallisierte sich jedoch erst allmĂ€hlich heraus: ein kurzes abgeflachtes Dach, getragen von zwei SĂ€ulen mit zwei Sitzen im Innenraum. Ihre BlĂŒtezeit erlebten die CoupĂ©s in den 1950er und 1960er Jahren. Dies war entÂŹscheidend inspiriert von damaligen Langstrecken-Rennen wie Mille Miglia, Targa Florio, LĂŒttich-Rom-LĂŒttich oder die „2.000 Kilometer durch Deutschland“, die fĂŒr CoupĂ©s wie geschaffen waren. Es war CoupĂ©-typisch, ein schönes Äußeres mit bester Technik auszustatten. Bis heute gilt das CoupĂ© als das SchmuckstĂŒck im ProduktÂŹprogramm eines jeden Automobilherstellers.
Wie haben sich die CoupĂ©s ĂŒber die Zeit entwickelt? Und wie wird das CoupĂ© der Zukunft aussehen? Auf diese Fragen gibt die neue Sonderausstellung „Dynamic Sculptures – Die Tradition von Sportlichkeit und Eleganz bei Audi“ Antworten.
Insgesamt zwölf CoupĂ©s aus der Audi-Geschichte erwarten die Besucher der SonderÂŹschau. Ein besonderes Highlight eine Replika der „Manuela“, einem einmaligen CoupĂ© des Horch 853. Dieser Wagen wurde 1937 speziell fĂŒr Bernd Rosemeyer gefertigt. Der damals erfolgreichste und populĂ€rste Grand Prix-Rennfahrer der Auto Union hatte dieses Luxus-Automobil geliebt – unzĂ€hlige Fotos zeugen bis heute davon. Dies und die Tatsache, dass der Motorsport-Star nur wenige Monate nach dem Erhalt des Autos bei einem Weltrekordversuch zu Tode kam, verklĂ€rten die Horch „Manuela“ zum Mythos. Das Original gilt seit dem Zweiten Weltkrieg als verscholÂŹlen.
FĂŒr die 1950er Jahre stehen weitere Preziosen der Unternehmensgeschichte: ein seltenes DKW Meisterklasse-CoupĂ© der Karosseriebau-Firma HebmĂŒller, ein DKW Monza (1956), der Auto Union 1000 Sp (1958) sowie ein NSU Sport Prinz 1959. Ebenfalls Teil der Ausstellung ist das erste Audi-CoupĂ© nach dem Zweiten Weltkrieg, der Audi 100 CoupĂ© S von 1970. FĂŒr die RĂŒckkehr der Vier Ringe in das Premium-Segment stehen der Audi CoupĂ© GT (1980), der Audi quattro (1981), der Audi Sport quattro (1983) und das Audi CoupĂ© von 1988. Außerdem ist die Stil-Ikone Audi TT in ihrer ersten Ausgabe von 1998 zu sehen. Den Weg in die Gegenwart zeichnet der Audi A5 von 2007.