Rallye Hessen-ThĂŒringen – Opel Cabrios begeistern


Die 22. ADAC Opel Classic Hessen-ThĂŒringen stand fĂŒr Opel ganz im Zeichen von „oben ohne“. FĂŒnf klassische offene Blitz-Modelle und ein aktuelles Cabriolet prĂ€sentierten in den vergangenen zwei Tagen 100 Jahre Cabrio-Tradition „made in RĂŒsselsheim“.

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Der Opel 8/25 PS von 1920, die 1950erOpel Olympia Cabrio-Limousine sowie der Rekord A von 1964 und der – von Renn-Ass Jockel Winkelhock pilotierte – Rekord C von 1967 brachten luftigen Oldtimer-Glanz in die Rallye. Mit am Start war auch Vertriebschef Peter Christian KĂŒspert im bildschönen Super 6 GlĂ€ser Cabriolet. Als moderner Stoffverdeck-Begleiter auf der Fahrt durch Rhön und ThĂŒringer Wald fungierte das aktuelle Mittelklasse-Cabrio Opel Cascada. Dreh- und Angelpunkt der abwechslungsreichen 350-Kilometer-Fahrt war der Hessen-Hotelpark Hohenroda.
Die Opel-Historie des offenen Automobils reicht zurĂŒck bis zu den AnfĂ€ngen der Marke: der Patentmotorwagen „System Lutzmann“ von 1899 Ă€hnelt, wie alle Vertreter der automobilen FrĂŒhzeit, einer Kutsche und besitzt einen offenen Aufbau, der auch wahlweise mit Verdeck bestellbar war.
Als der Opel 8/25 PS mit charakteristischer SpitzkĂŒhler-Front 20 Jahre spĂ€ter auf den Markt kommt, entspricht er als offener Tourer mit vier SitzplĂ€tzen ganz und gar dem gĂ€ngigen Bild des modernen Motorwagens. Es gibt zwar ein Faltverdeck, aber keine Seitenscheiben; der Automobilist der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg trĂ€gt wetterfeste Kleidung, die der Jahreszeit angemessen ist – und die er bei einem Tempo bis zu 65 km/h auch benötigt.
1937 ist der neu prĂ€sentierte Opel Super 6 mit seinem fortschrittlichen, kurzhubigen 2,5-Liter-ohv-Sechszylinder-Reihenmotor mit 55 PS schon 115 km/h schnell. Ab Werk stehen eine zwei- und viertĂŒrige Limousine und eine Cabriolet-Version zur VerfĂŒgung. Spezielle WĂŒnsche erfĂŒllen Karosseriebauer wie HebmĂŒller, Autenrieth, Buhne, Deutsch oder GlĂ€ser aus Dresden, der auf Basis des Super 6 einen formvollendeten 2+2-Sitzer im Stil eines sportlichen Roadsters entwirft – offen zu reisen ist nun Luxus, kein Standard mehr. Der Opel Super 6 wurde bei der Ausfahrt von Opel-Vertriebsvorstand Peter Christian KĂŒspert gesteuert. „Was gibt es Schöneres, als bei tollem Wetter mit dem Opel Super 6 GlĂ€ser Cabriolet von 1937 unterwegs zu sein? Die Rallye hat großen Spaß gemacht und die Begeisterung der Zuschauer fĂŒr unsere Cabrio-Historie war sensationell“, sagte KĂŒspert.
Ebenfalls am Start war ein Opel Olympia von 1950. Mit ĂŒppigem Chrom-Schmuck ist er ein Symbol fĂŒr Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, als Cabrio-Limousine trĂ€gt er allerdings noch Vorkriegs-Mode. Im Gegensatz zum Voll-Cabriolet besitzt diese Spielart des Offenfahrens feststehende Rahmen, die vorne mit der Windschutzscheibe verbunden sind und hinten die C-SĂ€ule ausbilden. Dazwischen öffnet sich das große Rolldach. Erst 1956 lĂ€uft das letzte Exemplar dieser Baureihe in RĂŒsselsheim vom Band.
Bis Opel wieder einen offenen Wagen ab Werk anbietet, dauert es bis 1976. In den 20 Jahren dazwischen erfĂŒllen Karosseriebauer wie das Kölner Traditionsunternehmen Karl Deutsch den Traum vom Opel Cabriolet. Den 1963 vorgestellten Rekord A baut Deutsch auf Wunsch ebenso zum Cabrio um wie den 1966 prĂ€sentierten Rekord C. Schön, besonders und selten bleiben die exklusiven Kreationen der Firma Deutsch, nur um die 30 offene Rekord A und B werden gebaut. Etwa 50 Rekord C und Commodore A, das sportliche Schwestermodell des Rekord, Cabriolets entstehen bis zum Modellwechsel 1972. Am Lenkrad des roten Rekord C Deutsch-Cabriolet aus der Opel Classic-Sammlung saß zur Hessen-ThĂŒringen-Rallye ein weiterer Bekannter: der ehemalige Rennfahrer, Opel-DTM-Pilot und Markenbotschafter Jockel Winkelhock.
Heute setzt der viersitzige Cascada die bald 120-jĂ€hrige Tradition des Offenfahrens bei Opel fort. Mit dem Cascada bietet Opel nun wieder einen gerĂ€umigen Viersitzer mit hochwertigem Stoffverdeck an, wie ihn sonst nur wenige Premiummarken im Angebot haben. Die aufwendige Akustik- und WĂ€rmedĂ€mmung sorgt fĂŒr erstklassigen Fahrkomfort zu allen Jahreszeiten. Der Opel Cascada ist offen eine verfĂŒhrerische Windsbraut und geschlossen ein gerĂ€uscharmer Gran Turismo. Mit der schicken Stoffkapuze wird der Cascada zum Ganzjahres-Cabrio, das sich in nur 17 Sekunden bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h öffnen lĂ€sst – und das bereits ab 26.650 Euro.