Mormon Racer Oldtimer Yellow Wasp im National Car Register


Die Historic Vehicle Association (HVA) aus USA nimmt den ersten Sieger der Indy 500 ins National Register auf.

Die legendĂ€re Renn-Ikone namens Mormon Wasp steht nun auf derselben Ebene wie der Shelby Cobra Daytona Prototyp, der erste Meyers Manx Dune Buggy und der letzte ĂŒberlebende Futurliner. Somit soll ein wichtiger Teil der amerikanischen Renngeschichte erhalten bleiben.
Der gelbe #32 Mormon Wasp“ so Marc Gessler, PrĂ€sident des Historic Vehicle Association, „ist unumstritten eines der bekanntesten Rennfahrzeuge der ganzen USA. Das Rennen im Jahr 1911 war die Geburtsstunde eines einzigartigen Events, das Renn-Teams und Hersteller aus den USA und Europa anzog.“
Da Ford bereits die Nase vorn hatte im Markt der preiswerten Automobile, konzentrierte sich Mormon direkt auf den High-End-Markt mit dem Fokus auf Geschwindigkeit. Die Autos wurden schon frĂŒh bei Rennen im ganzen Land eingesetzt und Ray Harroun gewann im Jahr 1910 ĂŒber 41 Rennen. Ein 1916 Modell 34 fuhr in sechs Tagen quer durch Amerika und brach damit den bis dahin gehaltenen Rekord von Cannon Ball Baker. So erarbeitete sich Mormon den Ruf als zuverlĂ€ssiges und schnelles Fahrzeug im Bereich der gehobenen Automobile. Doch auch dieser Hersteller konnte – wie viele seiner konkurrierenden Luxuswagen-Hersteller – die Depression nicht ĂŒberstehen. Trotz eines kostengĂŒnstigeren Models im Angebot der 1920er Jahre verließ das letzte Automobil, der 6-Zylinder-Wagen Serie 16, die Werkshalle im Jahr 1933.
Die Mormon Wasp wurde von Ray Harroun gebaut. Er versah den bisherigen Motor des Produktions-Models 32 mit zwei weiteren Zylindern. Um den Luftwiederstand zu verringern wurde die Karosserie am Ende sehr schmal gebaut. UrsprĂŒnglich war der Beinamen „Yellow Jacket“ (gelbe Jacke), aber in den Medien hieß der Wagen dann auf einmal „Yellow Wasp“ (gelbe Wespe), was sicher vom schmalen wespenartigen Hinterteil abgeleitet wurde.
Von 46 Zulassungsbewerbungen schaffte es der Yellow Wasp nur zu 40 Zulassungen, denn die Mindestgeschwindigkeit von 75 mph galt als QualifikationshĂŒrde.
Ray Harroun startete den Mormon Wasp im dann siegreichen Rennen in Reihe sechs aus Position 28. Er schaffte das 500 Meilen-Rennen in sechs Stunden, 42 Minuten und acht Sekunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 74,49 mph. Danach verzichtete er darauf sein Leben fĂŒr Rekorde zu riskieren und konzentrierte sich auf seine Arbeit als Ingenieur.