Tipp – Oldtimer schĂŒtzen


Bei der Teilnahme an einer Oldtimer-Rallye oder bei einem ganz normalen Tagesausflug lĂ€sst es sich oft nicht vermeiden an der Straße zu parken und nur selten steht an den idyllischen Ausflugszielen auch gleich eine Tiefgarage bereit.

GTÜ Oldtimer Ratgeber 2016

Die Gesellschaft fĂŒr technische Überwachung (GTÜ) hat einige Tipps zusammengefasst, wie man sich unterwegs gegen Diebstahl wappnen kann.
Immer hĂ€ufiger verschwinden Oldtimer auf Nimmerwiedersehen. Kaum gestohlen, sind sie auch schon in ihre Bestandteile zerlegt, werden im Internet angeboten oder an TeilehĂ€ndler weiterverkauft. Oldtimerbesitzer sollten daher generell Vorsorge treffen, wenn sie mit ihrem Fahrzeug viel auf Achse sind, raten die GTÜ-Classic-Experten. Bewachte ParkplĂ€tze und Tiefgaragen seien stets die erste Wahl, seinen Oldtimer diebstahlsicher abzustellen.
Die meisten Oldtimer sind leicht zu öffnen. Die Knöpfchen auf der Innenseite der TĂŒren sind mit einem DrahtkleiderbĂŒgel schnell nach oben gelupft und damit einfach zugĂ€nglich. Als nĂ€chstes Hindernis steht normalerweise das Lenkradschloss im Wege. Hier empfiehlt die GTÜ die zusĂ€tzliche Nutzung einer Lenkradkralle. Mithilfe eines Sicherheitsschlosses sind jegliche Lenkradbewegungen sperrt. Das gleiche Prinzip funktioniert auch an den RĂ€dern. Eine Parkkralle, bekannt geworden als Maßnahme gegen ParksĂŒnder, hindert den Dieb daran, das Fahrzeug vom Fleck zu bewegen.

Mechanische Gangschaltungssperren sind eine weitere wirksame Alternative. Im eingelegten RĂŒckwĂ€rtsgang beim manuellen Getriebe oder in eingelegter Parkposition beim Automatikgetriebe stellt das Schloss die GĂ€nge fest, sodass andere GĂ€nge bzw. WĂ€hlstufen nicht eingelegt werden können. Die Wegfahrsperre wird fest unter oder hinter der Mittelkonsole verschraubt, was jedoch nicht jedem Oldtimerbesitzer gefĂ€llt.

Etwas teurer, aber auch unauffĂ€lliger ist zum Beispiel der sogenannte BatteriewĂ€chter mit integrierter Diebstahlsicherung. Er unterbricht die Stromversorgung des Oldtimers, so dass das Fahrzeug nicht kurzzuschließen ist. Montiert wird das mit einer Fernsteuerung zu bedienende System zwischen Autobatterie und Batteriekabel. Allerdings ist ein solcher Schutz nicht fĂŒr alle Oldtimer geeignet, sondern ausschließlich fĂŒr Zwölf-Volt-Young- bzw. Oldtimer, die ĂŒber keine elektronischen Bauteile verfĂŒgen. Denn durch die Stromunterbrechung werden auch Verbraucher wie die Fahrzeuguhr bei der Aktivierung der Diebstahlsicherung abgeschaltet. Auch eine Alarmanlage, die bei ErschĂŒtterungen laute Signale auslöst und damit die Einbrecher in die Flucht jagen soll, wird dabei deaktiviert. Daher sollte man sich entweder fĂŒr den BatteriewĂ€chter oder die Alarmanlage entscheiden, oder eine Alarmanlage wĂ€hlen, die unabhĂ€ngig vom Stromkreis installiert werden kann.

Sollte der Oldtimer trotz aller Vorsorge geklaut worden sein, kommt als weitere Maßnahme die GPS-Ortung in Betracht. Wird ein damit ausgerĂŒsteter Klassiker gestohlen, lĂ€sst sich in der Regel schnell sein Standort ermitteln. Ein EmpfĂ€nger im Fahrzeug ĂŒbertrĂ€gt diesen mittels SMS an das Mobilfunktelefon des Fahrzeugbesitzers. Diese Variante sorgt in der Regel als einzige dafĂŒr, dass das Auto auch wieder aufzufinden ist. Als einziges Risiko bleiben die flĂ€chendeckende FunktionstĂŒchtigkeit der Mobilfunknetze und die zeitnahe Ortung, sowohl der des gestohlenen Oldtimers als auch der des Besitzers.

Die GTÜ empfiehlt einen Doppelpack: Die Sicherung durch eine Wegfahrsperre und im Diebstahlsfall eine GPS-Ortung. Sie sind die Lösungen, die am besten ineinandergreifen und einen effizienten Schutz gewĂ€hrleisten.