Opel Rekord C feiert 50. Geburtstag


Opel startet zur Rekord-Fahrt: Vom 18. bis 20. August fĂŒhrt die 14. Sachsen Classic erneut von Zwickau aus durch Erzgebirge und Vogtland, ĂŒber den Sachsenring und die berĂŒhmte Steile Wand von Meerane entlang.

Innovativ, komfortabel und sehr schick: Im August 1966 erschien mit dem Opel Rekord C ein völlig neues Modell.

Innovativ, komfortabel und sehr schick: Im August 1966 erschien mit dem Opel Rekord C ein völlig neues Modell.

Die rund 600 Kilometer lange Oldtimer-Rallye durch das Autoland Sachsen ist fĂŒr ihre vielen begeisterten Zuschauer bekannt. Genau der richtige Rahmen also fĂŒr Opel, um den 50. Geburtstag des Rekord C zu feiern. Die neue Mittelklasse-Generation kam 1966 im damals absolut angesagten Coke-Bottle-Design, mit Wespentaille und krĂ€ftigem Hinterteil auf den Markt und folgte damit dem Vorbild der US-Muscle Cars und dem 1965 noch als Studie vorgestellten Opel Experimental GT. Bei der Sachsen Classic kann sich das Publikum auf eine Opel Rekord C Limousine (Startnummer 99), einen dreitĂŒrigen Caravan (Nr. 101) und ein seltenes, vom Spezialisten Deutsch umgebautes Cabrio (Nr. 100) freuen. Gelenkt werden die Jubilare von den Schauspielern Tim Wilde, Katharina und ihrer Enkelin Nellie Thalbach sowie von Opel-Markenbotschafter Jockel Winkelhock.

Los geht’s am 18. August in Zwickau zur EinfĂŒhrungsrunde mit den ersten sechs WertungsprĂŒfungen. Am zweiten Tag rollen die 180 Oldtimer durch das Erzgebirge mit einem kurzen Ausflug nach Tschechien und weiter ins schöne Vogtland mit Ziel in der ChursĂ€chsischen Kultur- und Festspielstadt Bad Elster. Von dort fĂŒhrt die Strecke am dritten Tag zu den klassischen PrĂŒfungen an der Steilen Wand von Meerane und auf dem Sachsenring. Die Rallye besucht am Samstag, 20. August auf dem Sachsenring den SĂ€chsischen Verkehrssicherheitstag, dort finden dann die Oldtimer-PrĂŒfungen vor großer Zuschauerkulisse statt. Das Finale folgt schließlich in Chemnitz – direkt vor dem Rathaus.

Innovativ, komfortabel und sehr schick: 50 Jahre Opel Rekord C

Im August 1966 erschien mit dem Opel Rekord C ein völlig neues Modell. War der Rekord B im Prinzip nur ein optisch verĂ€nderter Rekord A, so war die Generation C die seit langem ersehnte Neuentwicklung. Der Wagen wuchs in allen Dimensionen, die blattgefederte Hinterachse wich der FĂŒnf-Lenker-Achse mit schrĂ€g stehenden StoßdĂ€mpfern. Zwar handelte es sich prinzipiell immer noch um eine Starrachse, allerdings sorgten die Schraubenfedern und die exaktere FĂŒhrung durch vier LĂ€ngslenker und dem berĂŒhmten Panhard-Stab als Querlenker fĂŒr ein deutlich prĂ€ziseres und zugleich komfortableres Fahrverhalten. Vom Konzept her sollte diese Hinterachse praktisch unverĂ€ndert bis ins Jahr 1986 ĂŒberdauern.

Der 1,5-Litermotor wurde in der Leistung auf 58 PS reduziert. Ein 1,7-Liter-Motor mit 60 PS war neu im Programm. FĂŒr die L‑Modelle stellte der 75 PS starke 1.7 S bis 1969 und danach der 1.7 N die Grundmotorisierung dar. Der Caravan war erstmals als FĂŒnftĂŒrer in L-Ausstattung sowie als Sechszylinder mit 2,2 Liter Hubraum und 95 PS lieferbar.

Mit dem CoupĂ© gelang Opel Anfang 1967 schließlich der große Wurf: Als topmodernes Fastback-CoupĂ© ohne sachliche B-SĂ€ule – also mit voll versenkbarer seitlicher Fensterfront – war das Opel Rekord C CoupĂ© ein echter Hingucker. Das Fastback-Heck war in der zweiten HĂ€lfte der 60er Jahre in den USA das bestimmende sportliche Attribut eines CoupĂ©s – die berĂŒhmten Muscle Cars lassen grĂŒĂŸen. Außerdem gab es ab 1967 fĂŒr 4.000 Mark Aufpreis einen Cabrio-Umbau auf Basis der zweitĂŒrigen Rekord-Limousine durch „Karl Deutsch Karosseriebau“ in Köln, die aber Ă€ußerst selten sind – ein Exemplar aus dem Fundus von Opel Classic startet bei der Sachsen Classic am 18. August.