Audi & Motorsport Historie


Audi Tradition prĂ€sentiert bei den diesjĂ€hrigen Classic Days Schloss Dyck die große Bandbreite der Audi-Motorsport-Geschichte.

Historische Rennautos aus insgesamt drei Epochen erwarten die etwa 40.000 Besucher. Auf der Rennstrecke zu erleben sind der erste Motorsportwagen der AUDI AG, der Audi Typ C, der legendĂ€re Auto Union Rennwagen Typ C mit seinen 16 Zylindern und der Audi Sport quattro Rallye. Audi stellt bei dem Oldtimer-Festival im Rheinland darĂŒber hinaus eine Ikone aus: den Audi Sport quattro S1, mit dem Walter Röhrl 1987 am Pikes Peak in den USA siegte.

Die Classic Days Schloss Dyck finden dieses Jahr zum zwölften Mal statt. Wegen ihres Charakters gelten sie als das „deutsche Goodwood“. Im klassischen Ambiente des Wasserschlosses Dyck bei Neuss bietet die Veranstaltung einen bunten Mix aus Gartenparty, Oldtimer-Clubtreffen, Concours d‘Elegance und Motorsport mit mehr als 400 historischen Autos. Viele der erwarteten 40.000 Besucher werden in zeitgenössischer Kleidung kommen. Audi Tradition prĂ€sentiert sich in der „Classic Corner“ und zeigt, eingesĂ€umt von Strohballen, unter anderem einen noch nicht restaurierten Wanderer W 25 K Roadster von 1936. Ebenfalls im „Audi-Lager“ steht das Unikat eines Wanderer W 11 von 1929. 1949 wurde der Vorkriegs-Wanderer in einen Abschleppwagen umgebaut, der in den bayerischen Bergen noch bis in die 1960er Jahre im Einsatz war. Dazu gesellt sich eine dritte Wanderer-Besonderheit: Die Replika eines Stromlinie Spezial Roadsters, mit dem die Auto Union 1939 die Mannschaftswertung der damals anspruchsvollsten Rallye der Welt gewann – LĂŒttich-Rom-LĂŒttich, ein Ritt ĂŒber 4.000 Kilometer.

Die ganz großen SehenswĂŒrdigkeiten in der „Classic Corner“ sind der Audi Typ C „Alpensieger“ und der Auto Union Typ C Grand Prix-Rennwagen. Von 1912 bis 1914 gewann die damals noch junge Marke Audi dreimal in Folge die Österreichische Alpenfahrt und begrĂŒndete im Audi Typ C die Motorsport-Geschichte der heutigen AUDI AG. FirmengrĂŒnder August Horch saß selbst am Steuer, als es ĂŒber alle AlpenpĂ€sse des damaligen Kaiserreichs ging. Audi Tradition besitzt zwei solcher Typ C-Wagen. Einer davon, Baujahr 1919, wird in der gelben Lackierung der Alpenfahrt auf die drei Kilometer lange Rennstrecke bei Schloss Dyck einbiegen. Nicht ganz so gemĂŒtlich geht es zu, wenn der fĂŒnffache Le Mans-Sieger Frank Biela die 16 Zylinder des Auto Union Typ C anwirft. 520 PS presste der Grand Prix Rennwagen 1936 auf die Straße und gewann mit Bernd Rosemeyer am Steuer im selben Jahr die Europameisterschaft, VorlĂ€ufer der heutigen Formel 1-Weltmeisterschaft.

Zwei automobile Zeugen aus jĂŒngerer Zeit prĂ€sentiert Audi Tradition im Rahmen einer Rallye-Ausstellung auf dem Stand der Autostadt. FĂŒr große Aufmerksamkeit bei den Besuchern wird zweifelsohne der Audi Sport quattro S1 sorgen, mit dem Walter Röhrl 1987 in Rekordzeit den „Pikes Peak“ in den USA erklomm. WĂ€hrend dieser Meilenstein der Audi-Rennsport-Geschichte ausgestellt wird, geht das zweite Audi-Rallye-Auto sogar auf die Dycker Rennstrecke. Der sogenannte „Kurze“, der Audi Sport quattro Rallye von 1984, wird von niemandem anderen als dem zweifachen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl gefahren, der dieses Auto schon vor mehr als 30 Jahren auf den Strecken der Rallye-Weltmeisterschaft pilotierte