Audi Sport feiert 25 Jahre Audi RS-Modelle


Vor 25 Jahren fuhr mit dem Audi RS 2 Avant das erste Audi RS-Modell auf den Markt der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Mit der Nhe zum Rennsport und ihrer Exklusivitt geht von den Audi RS-Modellen seit je her eine besondere Faszination aus. Bis heute hat die Audi Sport GmbH, ehemals quattro GmbH, insgesamt 25 RS-Modelle prsentiert. In 2019 werden sechs weitere Produktneuheiten vorgestellt, davon zwei komplett neue RS-Modelle.

Die Bezeichnung RS steht bei Audi fr eine Philosophie, die vom Streben nach Hchstleistung und Perfektion getrieben ist. Jedes RS-Modell bringt die Leidenschaft zum Ausdruck, mit der wir unsere High-Performance-Autos entwickeln, sagt Oliver Hoffmann, Geschftsfhrer der Audi Sport GmbH. Seit 25 Jahren erleben unsere Kunden die RS-Modelle als souverne Begleiter im Alltag, die pure Emotion und grtmglichen Fahrspa vermitteln.

Die RS-Modelle sind die Speerspitzen ihrer jeweiligen Baureihen, sie stehen fr Performance Prestige, und Exklusivitt am Limit des technisch Machbaren ohne Einbuen in der Alltagstauglichkeit. Viele von ihnen sind Pioniere in ihren Marktsegmenten und Vorreiter bei technischen Neuerungen das galt schon vor 19 Jahren fr den Audi RS 4 Avant mit seinem fulminanten Biturbo-V6 und gilt heute genauso fr den TT RS (Kraftstoffverbrauch kombiniert l/100 km*: 8,0 7,9; CO2-Emission kombiniert g/km: 181) und dessen charakterstarken, mehrfach preisgekrnten Fnfzylinder in seiner neuesten Evolutionsstufe.

RS 2 Avant bis RS 4 Cabriolet: Dynamik aus Tradition
Seit einem Vierteljahrhundert setzen die RS-Modelle Ausrufezeichen fnf Meilensteine sind besonders zu erwhnen.

1994 schrieb der Audi RS 2 Avant (232 kW/315 PS) mit seinem Vierventil-Fnfzylinder, lngst eingebaut, das erste Kapitel der RS-Story. Mit ihm erffnete das Unternehmen das Segment der dynamischen Hochleistungskombis. Der rennsport- und rallyebewhrte quattro-Antrieb mit selbstsperrendem Zwischendifferential ermgliche es, die hohe Leistung souvern auf die Strae zu bringen.

1999 brachte der Audi RS 4 Avant auf Basis des damaligen S4 eine neue Dimension an Power in die Mittelklasse. Unter der Haube verrichtet wie beim S4 ein V6-Motor mit 2,7 Litern Hubraum, fnf Ventile pro Zylinder und Biturbo-Aufladung den Dienst. Das bereits sehr leistungsfhige Triebwerk haben die Motoringenieure der damaligen quattro GmbH fr den Einsatz im RS 4 noch kraftvoller und durchzugsstrker weiterentwickelt. In Zusammenarbeit mit der Firma Cosworth Technology wurde der Zylinderkopf neu entwickelt, die Einlass- und Auslasskanle berarbeitet sowie die Luftfhrungen der Saug- und Druckseite im Querschnitt vergrert. Weiter sind die Turbolader grer dimensioniert und der Ladedruck gegenber dem S4 erhht. Dadurch entfaltet der RS 4-Motor statt 195 kW (265 PS) eine Hchstleistung von 280 kW (380 PS).

Im Jahr 2005 folgte die zweite Generation des RS 4. Zahlreiche Innovationen, von denen viele ihren Ursprung im Motorsport haben, prgen diese Generation. Herausragend war dabei der V8-Motor mit 309 kW (420 PS). Erstmals setzte ein Hersteller auf die Kombination von Benzindirekteinspritzung und Hochdrehzahlkonzept, das Drehzahlen von bis zu 8.250 1/min erlaubte. Der Benzindirekteinspritzer ermglichte durch eine effektivere Erzeugung des Kraftstoff-Luft-Gemischs fr eine verbesserte Leistungsausbeute. Im damaligen Le Mans-Sieger R8 konnte die FSI-Technologie bereits ihre Leistungsfhigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. 2007 wurde das Aggregat auch in der ersten Generation des Audi R8 eingesetzt. Das Fahrwerk bot die jngste Generation des permanenten Allradantriebs sowie das Dmpfer-System Dynamic Ride Control, das erstmals 2002 im RS 6, eingesetzt wurde. Der weiterentwickelte quattro-Antrieb mit selbstsperrendem Mittendifferenzial sorgte mit seiner asymmetrisch-dynamischen Momentenverteilung im Verhltnis von 40 Prozent vorne zu 60 Prozent hinten fr optimale Traktion. Das erste und bisher einzige RS 4 Cabriolet schaffte ein offenes Fahrvergngen mit der Begleitmusik des sonoren V8-Saugmotors.

2008 erschien der RS 6 Avant, ein Sportwagen im Gewand eines unaufflligen Business-Kombis. Mit einem komplett neu entwickelten V10-Aggregat mit FSI-Direkteinspritzung, Biturbo-Aufladung, Trockensumpfschmierung wie im Motorsport sowie dem permanenten Allradantrieb quattro setzte sich der RS 6 Avant an die Spitze des Wettbewerbs. Mit der imposanten V10-Wucht samt 426 kW (580 PS) Leistung und 650 Nm Drehmoment war der RS 6 Avant der bis dato strkste Serien-Audi. Das Kurbelgehuse des V10-Triebwerks wurde im Niederdruck-Kokillengussverfahren aus einer Aluminium-Legierung angefertigt einem Hightech-Material, das geringes Gewicht mit hoher Festigkeit vereint. Die Zylinderlaufbahnen des zusammenhngenden Kurbelgehuses wurden mechanisch freigelegt, sodass der komplette Motor nur 278 Kilogramm wog. Um dabei hchsten fahrdynamischen Ansprchen zu gengen, wurde der lkreislauf des Motors mit der aus dem Rennsport bewhrten Trockensumpfschmierung entwickelt. Der externe lbehlter und das lpumpenmodul, das mit zahlreichen Saugstufen operiert, stellten die Schmierung aller Motorbauteile und der beiden Turbolader stets sicher. Heute wird diese Hochleistungstechnologie im Audi R8 (Kraftstoffverbrauch kombiniert l/100 km*: 13, 1 12,9; CO2-Emission kombiniert g/km*: 297 293) eingesetzt.

2011 trug der wiederum fnfzylindrige RS 3 Sportback mit 250 kW (340 PS) die RS-Philosophie in die Kompaktklasse. Im Jahr 2013 erffnete der RS Q3 als erstes Kompakt-SUV ein weiteres Marktsegment. Als Motor diente, wie im TT RS und RS 3, der quer eingebaute 2,5 Liter-Fnfzylinder. Mit weniger als 50 Zentimeter Lnge war der Motor sehr kompakt. Daher eignete sich der Langhuber (Hub 82,5 x 92,8 Millimeter) perfekt fr den Quereinbau. Anfangs leistete er 228 kW (310 PS), ab Ende 2014 sogar 250 kW (340 PS).

Der RS Q3 performance, der 2016 folgte, kam sogar auf 270 kW (367 PS).

Die aktuellen RS-Modelle: Leistungsstark, exklusiv und souvern

Derzeit hat die Audi Sport GmbH sieben RS-Modelle im Programm:

  • Audi TT RS Coup und Roadster
    (Kraftstoffverbrauch kombiniert l/100 km*: 8,1 7,9;

CO2-Emission kombiniert g/km*: 183 181)

  • Audi RS 3 Sportback und Limousine

(Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,5;

CO2-Emission kombiniert in g/km*: 195 194)

  • Audi RS 4 Avant

(Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 9,2;

CO2-Emission kombiniert in g/km: 208)

  • Audi RS 5 Coup

(Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km*: 9,1 – 9,0;

CO2-Emission kombiniert in g/km: 206)

  • Audi RS 5 Sportback

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 9,1;

CO2-Emission kombiniert in g/km: 207 206)

Die RS-Modelle haben auergewhnliche Turbo-Aggregate unter der Haube, allen voran der furiose Fnfzylinder, der unter den Vier Ringen eine groe Tradition hat. In den 80er Jahren trieben sie die Rallyeautos, Tourenwagen und Serienmodelle von Audi an die Spitze des Wettbewerbs. Auch das erste RS-Modell, der RS 2 von 1994, hatte einen solchen Motor. 2009 gab der Fnfzylinder sein Comeback im Audi TT RS, 2011 zog er in den RS 3 Sportback, zwei Jahre spter in den RS Q3 ein. Heute luft der 2.5 TFSI nicht nur im TT RS (Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km*: 8,5 8,2; CO2-Emission kombiniert in g/km*: 195 187), sondern auch im RS 3 (Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,5; CO2-Emission kombiniert in g/km*: 195 194). Nach seiner berarbeitung ist der Fnfzylinder 26 Kilogramm leichter als seine Vorgngervariante. Sein Kurbelgehuse besteht jetzt aus Aluminium, was allein 18 Kilogramm Gewicht spart. Aufwndige Manahmen verringern die innere Reibung und steigern zugleich die Leistungsausbeute. Die Zylinderlaufbahnen sind Plasma-beschichtet, die Kurbelwellen-Hauptlager im Durchmesser um sechs Millimeter kleiner. Die Kurbelwelle ist hohlgebohrt und damit um ein Kilogramm leichter, die Aluminium-Kolben integrieren Kanle fr die lkhlung. In der kurzen Warmlaufphase nach dem Kaltstart wlzt die schaltbare Wasserpumpe das Khlmittel im Zylinderkopf nicht um der 2.5-TFSI-Motor erreicht schneller seine Betriebstemperatur. Das verringert die Reibung und senkt den Verbrauch. Die Zndfolge 1-2-4-5-3, untersttzt von der Geometrie der Ansaug- und Abgasanlage, sorgt fr den unverwechselbaren Klang des Motors, der Audi schon in den 1980er-Jahren populr gemacht hat.

Exklusiv ist auch das innovative Dmpfer-Regelsystem Dynamic Ride Control fr die Modelle mit lngseingebautem Motor eine wegweisende Neuerung, die erstmals 2002 im RS 6 zum Einsatz kam. Dieser integrierte Wank- und Nickausgleich besteht aus einem speziellen Dmpfersystem, das ohne Einsatz von Elektronik den Bewegungen des Fahrzeugaufbaus ohne Zeitverzgerung entgegenwirkt. Beim Einlenken und Durchfahren einer Kurve wird die Dmpferkennung so verndert, dass die Bewegungen des Fahrzeugs um die Lngsachse (Wanken) und um die Querachse (Nicken) deutlich reduziert werden. Die Dmpfer der einen Fahrzeugseite sind mit den jeweils ihnen diagonal gegenberliegenden Dmpfern ber zwei separate lleitungen mit je einem Zentralventil verbunden. Die in der Nhe der Hinterachse angebrachten Ventile stellen durch innen liegende Kolben mit dem dahinterliegenden Gasraum das bentigte Ausgleichsvolumen zur Verfgung. Beim Anlenken und Durchfahren einer Kurve wird zwischen den kreuzweise gegenberliegenden Dmpfern ber das Zentralventil eine lstrmung und somit eine zustzlich Dmpfungskraft erzeugt. Die Dmpferkennlinie wird bei einseitiger Einfederung also dahingehend verndert, dass Wank- und Nickbewegungen nahezu komplett eliminiert werden. Auf diese Weise sorgt dieses reaktionsschnelle Dmpfersystem dafr, dass die RS-Modelle besonders spurstabil durch Kurven fahren.

Das in den aktuellen Modellen RS 4 Avant (Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 9,2; CO2-Emission kombiniert in g/km: 208) und RS 5 Coup und Sportback (Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km*: 9,1 – 9,0; CO2-Emission kombiniert in g/km: 206) verfgbare RS-Sportfahrwerk mit Dynamic Ride Control (DRC) hat eine dreistufig verstellbare Dmpferkennung. Mithilfe des Audi drive select kann der Fahrer die Dmpferkennung beeinflussen und damit das Fahrerlebnis individualisieren. Die neue Dmpfer-Generation mit integriertem Schaltventil ist kompakter und leichter. Zudem ermglicht sie eine noch grere Spreizung der Dmpfkrfte zwischen den Modi comfort und dynamic sowie eine przisere Fahrwerksabstimmung bei hohen Dmpfkrften, die insbesondere bei dynamischer Kurvenfahrt auftreten. Das Ergebnis: In der Stellung comfort sorgt das RS-Sportfahrwerk mit Dynamic Ride Control (DRC)fr ein erstaunlich komfortables Abrollen. Im Programm dynamic liefert es eine auerordentliche Fahrprzision auch bei hohen Kurvengeschwindigkeiten.

25 Jahre RS Ausstellung im Audi Forum Neckarsulm
Im Audi Forum Neckarsulm hat am 12. Juli 2019 anlsslich des Jubilums eine Ausstellung erffnet. Neben den bekannten Serienmodellen werden insgesamt 14 echte RS-Raritten prsentiert. Unter ihnen auch der fr den Werkseinsatz am Nrburgring entwickelte Rennwagen des Audi TT RS von 2011, der in der Saison 2013 siegreiche Renntourenwagen RS 5 DTM sowie ein Prototyp eines Audi RS 8, der nicht in Produktion gegangen ist. Auerdem zeigt die Ausstellung eine RS 4 Limousine, die durch den brasilianischen Pop-Art-Knstler Romero Britto eine besonders exklusive Lackierung erhalten hat.

Die RS-Modelle in chronologischer Reihenfolge:

  • Audi RS 2 Avant (1994): 2,2-Liter-Fnfzylinder-Turbo, 232 kW (326 PS)
  • Audi RS 4 Avant (2000): 2,7-Liter-V6-Biturbo, 279 kW (380 PS)
  • Audi RS 6 Limousine und RS 6 Avant (2002): 4,2-Liter-V8-Biturbo, 331 kW (450 PS);

ab 2004 RS 6 plus, 353 kW (480 PS), limitiert auf 999 Exemplare

  • Audi RS 4 Limousine (2005), RS 4 Avant (2006), RS 4 Cabriolet (2006):
  • 4,2-Liter-V8, 309 kW (420 PS)
  • Audi RS 6 Limousine und RS 6 Avant (2008): 5,0-Liter-V10-Biturbo, 426 kW (580 PS),

ab 2010 RS 6 plus mit angepasster Hchstgeschwindigkeit auf 303 km/h

  • Audi TT RS Coup und TT RS Roadster (2009): 2,5-Liter-Fnfzylinder, 250 kW (340 PS);

ab 2012 plus-Version mit 265 kW (360 PS)

  • Audi RS 5 Coup (2010) und RS 5 Cabriolet (2012): 4,2-Liter-V8, 331 kW (450 PS),
  • Audi RS 3 Sportback (2011): 2,5-Liter-Fnfzylinder, 250 kW (340 PS)
  • Audi RS 4 Avant (2012): 4,2-Liter-V8, 331 kW (450 PS)
  • Audi RS Q3 (2013): 2,5-Liter-Fnfzylinder, 228 kW (310 PS);

ab 2014 250 kW (340 PS); ab 2016 performance-Version mit 270 kW (367 PS)

  • Audi RS 6 Avant (2013): 4.0-Liter-V8-Biturbo mit 412 kW (560 PS);

ab 2015 performance-Version mit 445 kW (605 PS)

  • Audi RS 7 Sportback (2013): 4.0-Liter-V8-Biturbo mit 412 kW (560 PS);

ab 2015 performance-Version mit 445 kW (605 PS)

  • Audi RS 3 Sportback (2015): 2,5-Liter-Fnzylinder mit 270 kW (367 PS)
  • Audi TT RS Coup und TT RS Roadster (2016): 2,5-Liter-Fnfzylinder mit 294 kW (400 PS)
  • Audi RS 3 Limousine (2017): 2,5-Liter-Fnzylinder mit 294 kW (400 PS)
  • Audi RS 5 Coup (2017): 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 331 kW (450 PS)
  • Audi RS 4 Avant (2017): 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 331 kW (450 PS)
  • Audi RS 5 Sportback (2018): 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 331 kW (450 PS)