Ausstellung – Hans Herrmann Retrospektive eröffnet


Auf dem GelÀnde des ehemaligen Flugfeldes Böblingen/Sindelfingen entstand durch die Neueröffnungen der Premium-Marken Harley-Davidson, Ferrari und Maserati ein in Euopa einzigartiges Automobil-Zentrum, das nun internationale moderne Fahrzeuge und Klassiker prÀsentiert.


Sehen Sie hier das Video ĂŒber die Eröffnung der Activ-Art Galerie

Als Ehrengast war Rennfahrer-Legende Hans Herrmann bei den Eröffnungs-Feierlichkeiten. Der inzwischen 85-JĂ€hrige schnitt beherzt das rote Band durch und machte so den Weg frei zum ersten Kunst-Projekt der ‚ACTIV-Art-Galerie‘: Die Retrospektive ĂŒber das Leben und die Rennen von Hans Herrmann, der in die Geschichte des Motorsports einging als ‚Hans im GlĂŒck‘.


Gezeigt werden die wichtigsten ErinnerungsstĂŒcke von Hans Herrmann, die der Rennfahrer aus seinem eigenen Fundus gewĂ€hlt hat. Zu sehen sind Fotos, Dokumente, Rennhelm, -Rennanzug und vieles mehr. „Jedes Objekt hat seine eigene Geschichte und Bedeutung,“ erklĂ€rt Hans Herrmann, der bei der Eröffnungs-Gala persönlich anwesend sein wird. Gefragt danach, wovon ein Rennfahrer seines Kalibers heute trĂ€umt, meint er mit dem fĂŒr ihn typischen Humor: „Noch einmal Rennen zu fahren. Mit der Sicherheit der RennwĂ€gen und dem Verdienst von heute.“


Viele Jahre fuhr Hans Herrmann Rennen mit so berĂŒhmten Kollegen wie Stirling Moss, Juan Manuel Fangio und Karl Kling. Hans Herrmann ist der berĂŒhmteste deutsche Rennfahrer seiner Zeit. Zu seinen wichtigsten Siegen zĂ€hlt das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das als schwerstes Langstreckenrennen der Welt gilt. FĂŒnfzehn Mal hatte Hans Herrmann daran teilgenommen. Mit einem Porsche 917 kĂ€mpfte er sich schließlich 1970 durch den strömenden Regen aufs Siegertreppchen. Doch nicht nur deshalb ist er im Motorsport eine Legende. Dem Tod ist der heute 85-JĂ€hrige mehrmals von der Schippe gesprungen. Die ganze Welt hat mit ihm wĂ€hrend seiner nur zwanzig jĂ€hrigen Karriere gelitten und gejubelt. 1955, als beim Grand Prix von Monaco bei einer Versuchsfahrt die Bremsung des Silberpfeils in der Kasinokurve blockiert, endet Hans Herrmann fĂŒr acht Monate im Gips. An der alten Hockenheim-Rennstrecke ĂŒberlebt er einen Unfall, obwohl er mit seinem Wagen auf Grund technischen Versagens mit 200 km/h in ein Haus rast. 1959 beim Avus-Rennen, als im BRM Formel 1 Wagen von Stirling Moss der Bremsschlauch riss, wurde Hans Herrmann bei Tempo 290 aus dem Wagen geschleudert – und ĂŒberlebte. Im Alter von 42 Jahren ging der beliebte Schwabe in Rennfahrer-Rente mit den Worten: „Ich wundere mich dass ich ĂŒberlebt habe. Ich hatte viel GlĂŒck. Das soll man nicht unnötig herausfordern.“