Auto e Moto d’Epoca: Maserati zeigte Tafelsilber


Maserati stellte auf der Messe Auto e Moto d’Epoca in Padua aus. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr zum 35. Mal statt. Maserati hatte drei klassische Fahrzeuge ausgewĂ€hlt, die auf dem Stand in Halle 1 auf der Messe ausgestellt wurden:

Tipo 420M-58 – Eldorado (1958)
Im Jahr 1958 hatte das Indianapolis 500 eine große Anziehungskraft fĂŒr EuropĂ€er und auch fĂŒr Maserati, dank der vielen Siege der 8 CTF. Maserati wurde aber auch von den 500 Meilen von Monza angezogen und bereitete tatsĂ€chlich ein speziell konstruiertes Auto vor, um auf der schnellen, technisch anspruchsvollen Rennstrecke von Monza zu fahren. Dies war der Tipo 420M-58, besser bekannt als „Eldorado“, dank des berĂŒhmten Sponsors, der dem Konstrukteur von Gino Zanetti, dem Besitzer der gleichnamigen Eisdiele, vorgeschlagen wurde. Die weiße Karosserie trug daher ein großes Eldorado-Logo und der Rennwagen bekam so seinen Spitznamen.

Merak SS (1975)
Angesichts des kommerziellen Erfolges des Bora, des ersten Maserati-Straßenwagens mit Mittelmotor, beschloss Maserati 1972, ein neues, ausgesprochen sportliches Mittelstreckenfahrzeug zu entwickeln, das sich im hart umkĂ€mpften Dreiliter-Segment behaupten konnte. Das Ergebnis war der Merak.

Das Design des neuen Wagens wurde der Firma Italdesign von Giorgetto Giugiaro anvertraut, die bereits den Bora entworfen hatte: Als Motor wurde der 6-Zylinder V90 ° Typ C114 fĂŒr den Citroen SM gewĂ€hlt. Der fĂŒr das Projekt gewĂ€hlte Entwurfsansatz (Codename AM122) hatte mehr als einen Punkt mit der Bora gemein. Das neue Auto nutzte die Plattform des Bora bis zu den TĂŒren, die gleiche Karosserie und mit leichten Modifikationen die gleichen Suspendierungs- und Lenksysteme. Die Besonderheiten gab es im Heck, das vom außerordentlich kompakten Motor herrĂŒhrte, der erlaubte, zwei Extrasitze im Cockpit zu schaffen.

Khamsin (1973)
Bertone wurde beauftragt, das neue, elegante 2 + 2 Coupé zu entwerfen, das den Ghibli ersetzen sollte. Der bekannte, zuverlÀssige 4.9-Liter-V8-Motor wurde beibehalten.
Das neue Auto, das auf dem Pariser Automobilsalon 1973 vorgestellt wurde, wurde nach einem Wind der Ă€gyptischen WĂŒste Khamsin genannt. Khamsin auf Arabisch bedeutet fĂŒnfzig, die Anzahl der aufeinanderfolgenden Tage, an denen der Wind weht. Mit einer Monocoque-Struktur war es der erste Frontmotor-Maserati, der alle vier RĂ€der mit EinzelradaufhĂ€ngungen hatte. Mit schlanken, gewundenen Linien, die von Marcello Gandini gestaltet wurden, verfĂŒgte er ĂŒber eine transparente Heckpartie, die dem Auto eine ungewöhnlich helle Erscheinung verlieh. Seine technischen Eigenschaften entsprachen den Design-Standards der frĂŒhen 70er Jahre und wurden von den dramatischen Folgen der Ölkrise hart getroffen, woraufhin einige seiner sportlichen Eigenschaften erheblich abgeschwĂ€cht wurden. Aufgrund dieser Krise wurde die Produktion des Autos mit nur 430 gebauten Einheiten eingestellt.