Auto-Ikonen unterm Hammer


Ikonen der Automobilindustrie aus der Vorkriegszeit bis hin zu den heute gefragtesten Supersportwagen brachte RM Sothebys zum Manhattan-Verkauf in der Zentrale der Sotheby’s York Ave mit dem Titel ICONS. Die Auktion brachte ein Gesamterlös von 45,5 Millionen Dollar und 84 Prozent aller Lose wurden verkauft. Die Summe wurde von elf einzelnen Millionen-Dollar-Plus-Ergebnissen angefĂŒhrt und erzielte sehr hohe Preise fĂŒr außergewöhnliche historische Rennfahrzeuge und Hochleistungsmodelle der 1990er, 2000er und heute.

Der hartnĂ€ckigste Bieter-Wettbewerb zwischen mehreren Bietern im Raum und am Telefonen dauerte fast zehn Minuten. Es ging um das Highlight des Verkaufs, einem 1959 Ferrari 250 GT LWB California Spider Competizione, Chassis-Nr. 1451 GT. Das endgĂŒltige Höchstgebot lag final bei 17.990.000 Dollar und ĂŒberstiegt deutlich das Esimate (geschĂ€tzt 14 bis 17 Mio). Es handelt sich um den zweiten von nur acht kalifornischen Aluminium-Spidern, die hergestellt wurden. Das Fahrzeug mit der Chassis Nr. 1451 GT wurde gefahren bei den 24 Stunden von Le Mans 1959 in New York beim Bob Grossman Rennen und das feierte sein DebĂŒt auf dem Circuit de la Sarthe.

Am anderen Ende des Sammlerfahrzeugspektrums waren alle Augen auf den allerersten Bugatti Chiron gerichtet, der im Rahmen der ICONS-Auktion versteigert wurde. Fast unmöglich als Neufahrzeug zu kaufen und mit unglaublichen 1400 PS. Das erste Exemplar, das fĂŒr den US-Markt bestellt wurde, verkaufte sich fĂŒr 3.772.500 Dollar. Der neue Besitzer wird auch mit einen privaten, einmaligen Besuch des Bugatti-Werks in Molsheim, Frankreich, mit Mittagessen, einer Werksbesichtigung und einer Probefahrt mit einem bekannten Testfahrer belohnt.

ZusĂ€tzliche Posten aus dem ICONS-Verkauf beinhalteten besondere Fahrzeuge in verschiedenen Marktsegmenten, angefĂŒhrt von einem 1952er Jaguar C-Type, XKC 007 fĂŒr 5.285.000 Dollar, das erste Fahrzeug, mit dem ein Rennen auf US-Boden gewonnen wurde. Ein außergewöhnlicher 1958er Mercedes-Benz 300 SL Roadster, der kĂŒrzlich eine vollstĂ€ndige Restauration in der renommierte Werkstatt von Rudi & Company verließ, zog auch anspruchsvolle Sammler an und fĂŒhrte zu einem finalen Preis von 1.407.500 Dollar (der SchĂ€tzpreis lag bei 1,25 Dollar).

Die 1990er Jahre wurden durch einen 1990er Lamborghini LM002, einem von 60 in die USA ausgelieferten „LM / American“ –Beispielen angefĂŒhrt, der fĂŒr 467.000 Dollar (ScĂ€tzpreis. 400 000 bis 500.000 Dollar) verkauft wurde. Aber auch von dem sehr gut erhaltenen 1992er Lancia Delta HF Integrale Evoluzione, einem von 400 „Giallo Ferrari“ Sonderausgaben mit nur 6.500 km auf dem Tacho, der fĂŒr 190.400 Dollar (Estimate Dollar 175.000 bis 225.000 Dollar) verkauft wurde. Ein neuer Auktions-Weltrekord fĂŒr einen straßentauglichen Delta Integrale.

Schließlich brachte auch der BMW Z8 Baujahr 2000, der ursprĂŒnglich dem verstorbenen VisionĂ€r & Apple-GrĂŒnder Steve Jobs gehörte, die uneingeschrĂ€nkte Aufmerksamkeit der Bieter und wurde im siebten Stock bei Sotheby’s fĂŒr ein finales Gebot in Höhe von 329.500 Dollar (SchĂ€tzpreis: 300.000 bis 400.000) verkauft.

Gebaut, um Aufsehen auf dem Austin-Healey Stand auf der London Motor Show im Oktober 1958 in Earls Court zu erregen, war der 1958 Austin Healey 100-Six „Goldie“ ein faszinierendes Beispiel fĂŒr eine moderne Vermarktung der 1950er Jahre und der britischen Sportwagen der 1950er und 1960er Jahre. Er erhielt die spezielle elfenbeinfarbene Lackierung, und alle Chromteile wurden in 24 Karat Gold plattiert 
bis hin zu den kleinsten Beilagscheiben und Schrauben, die SpeichenrĂ€der, Scheibenbremsen, Stoßstangen und Instrumente wurden ebenso vergoldet. Das Cockpit war Ă€hnlich extravagant, denn die Sitze, das Armaturenbrett, die TĂŒr- und Seitenverkleidungen sind alle in Champagnerfarbenen Connolly Ziegenleder ausgekleidet. Luxuriöser Champagne Diadem Nerz des London KĂŒrschners Lorna Doon Snow schmĂŒckte die EinsĂ€tze und RĂŒckenlehnen der Schalensitze. Passend dazu wurde das Austin-Healey Design sogar von einen vergoldeten ZĂŒndschlĂŒssel und einen SchlĂŒsselring, komplett mit einer maßstabsgetreuen Nachbildung des Fahrzeugs! Das Unikat erzielte ein Höchstgebot von Dollar 179.200.

Eines der letzten Saoutchik-Designs war das Cabriolet, basierend auf einem 1948er Cadillac Series 62 Chassis, das man durchaus als wildes, schönes Cabriolet bezeichnen kann. Wie jede andere europĂ€ische Karossier Werkstatt in den Nachkriegsjahren wollte Saoutchik amerikanische Dollars verdienen und was war besser, als ein amerikanisches Fahrzeug auf dem Pariser Salon 1948 zu prĂ€sentieren. Dass es abgesehen von dem Armaturenbrett und der „Sombrero“ -Radabdeckungen ĂŒberhaupt nicht amerikanisch aussah, war allerdings nebensĂ€chlich. Es war groß, extravagant und direkt auf den wohlhabenden KĂ€ufer ausgerichtet. Bei der Icons Auktion erreichte dieses elegante Model ein Höchstgebot von Dollar 885.000.

RM Sotheby’s ICONS – Top Ten Sales
1. Lot 141 1959 Ferrari 250 GT LWB California Spider Competizione (CHASSIS NO. 1451 GT) $17,990,000
2. Lot 131 1952 Jaguar C-Type (CHASSIS NO. XKC 007) $5,285,000
3. Lot 137 2018 Bugatti Chiron (CHASSIS NO. VF9SP3V3XJM795069) $3,772,500
Record price for a modern Bugatti at auction
4. Lot 130 1965 Aston Martin DB5 Convertible (CHASSIS NO. DB5C/1923/L) $2,700,000
Record price for an Aston Martin DB5 Convertible at auction
5. Lot 142 2014 Pagani Huayra (CHASSIS NO. ZA9H11UA3ESF76078) $1,850,000
6. Lot 138 2015 Porsche 918 ‚Weissach‘ Spyder (CHASSIS NO. WP0CA2A16FS800652) $1,732,000
7. Lot 126 1958 Mercedes-Benz 300 SL Roadster (CHASSIS NO. 198.042.7500649) $1,407,500
8. Lot 134 1955 Mercedes-Benz 300 SL Gullwing (CHASSIS NO. 198.040.5500593) $1,352,500
9. Lot 146 1990 Ferrari F40 (CHASSIS NO. ZFFMN34AXL0087144) $1,242,500
10. Lot 125 2016 Ferrari F12tdf (CHASSIS NO. ZFF81BFA0G0219337) $1,105,000