Automobile TrÀume, Exzesse und Exzentrik


Jetzt schon ans kommende FrĂŒhjahr denken und die Retromobile Paris in den Kalender eintragen. Die erste Sonderschau der Messe (5.-9. Februar) wurde bereits bekannt gegeben. Gezeigt werden die Fahrzeuge der Maharadschas.

Nach einer langen Reise von Italien nach Großbritannien, ĂŒber Indien und die Vereinigten Staaten kommt ein wunderbarer Isotta Fraschini 8A 1929 mit einer Karosserien von Cesare Sala, zum ersten Mal nach Frankreich und wird als eines der Fahrzeuge der Ausstellung „Die Fahrzeuge der Maharadschas“ zu sehen sein. Jedes der ausgestellten Fahrzeuge hat eine unglaubliche Geschichte, doch die des Isotta liest sich wie ein Roman.
UrsprĂŒnglicher Besitzer des Wagens war der Radjah von Kotwara, der mit 14 Jahren den Thron bestieg. Als Student kauft er sich den Isotta Fraschini im Jahr 1929 und nimmt einen Studienplatz in Edinburgh (Schottland) an, weil die University of Cambridge Studenten im Erstsemester keine Autos erlaubt. Den Wagen nimmt 1932, am Ende seines Studiums, mit in seine Heimat Indien.


Im Jahr 1937 heiratete er Selma Rauf Hanim Sultana, die Enkelin des Sultans des Osmanischen Reiches Murad V. In Paris 1939 wird aus dieser Ehe ein kleines MĂ€dchen geboren: KenizĂ© Mourad, Die Bestseller-Autorin des Romans „Im Namen der toten Prinzessin“. Nach dem Tod der Mutter im Jahr 1941 heiratet der Radjah wieder. Einer der Söhne, Muzzafar Ali, wird einer der grĂ¶ĂŸten Regisseure Bollywoods und behĂ€lt den Isotta Frascini bis 1972. Danach kauft ihn der EnglĂ€nder Peter Grant, Manager der berĂŒhmten Rockband Led Zeppelin. Nach dem Tod von Peter Grant, wird der Isotta im Jahr 1996 im Imperial Palace in Las Vegas versteigert und anschließend beim Pebble Beach Concours d’Elegance in Kalifornien vorgestellt. Am Ende ging der wertvolle Wagen in die Sammlung einer Stitung aus Colorado, USA.

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