Baiersbronn Classic – Das Revival


Im Schwarzwald mit seinen hohen Tannen, den tiefen TĂ€lern, weiten Ebenen, stillen Seen und herrlichen Straßen liegt Baiersbronn, ein Ort mit kulinarischem Weltruf. Hier wurde 2013 die Baiersbronn Classic ins Leben gerufen – die moderne Wiedergeburt des ersten deutschen Motorsportrennens nach dem Krieg.

Sehen Sie hier das exklusive Video ĂŒber die Baiersbronn Classic 2013

Wie 1946 war auch Östol als Partner mit an Bord. Teilnahmeberechtigt waren Fahrzeuge ab Baujahr 1983 in allen Varianten und MotorstĂ€rken. Auch Motorsportlerin Ellen Lohr nahm teil.
Nach 67 Jahren kehrte bei dieser Gelegenheit erstmals das BMW 328 CoupĂ© wieder an die Schwarzwald-Rennstrecke zurĂŒck, wo es seinerzeit von Rennfahrer Herrmann Lang pilotiert wurde. Bei der Neuauflage saß Leopold Prinz von Bayern am Steuer.
Der Prolog
PĂŒnktlich senkte sich die Startflagge fĂŒr die AufwĂ€rmrunde ĂŒber 90 Kilometer. Die Teilnehmer erahnen, was sie in den nĂ€chsten Tagen erwarten wird: Kurven, Kurven, Kurven. Den ersten Genuss-Stopp gibt es bereits nach der HĂ€lfte der Strecke. In Schwarzenberg beim Hotel Sackmann werden die Teilnehmer von Sternekoch Jörg Sackmann ein erstes Mal kulinarisch verwöhnt. Durch das wildromantische Murgtal geht es weiter auf die Schwarzwaldhochstraße.

Die Ortenau Runde
Ein ausgetĂŒfteltes Roadbook und viele Wertungs- und SonderprĂŒfungen sind neben der Strecke die Herausforderungen an die PrĂ€zision und FahrkĂŒnste der Oldtimerfahrer. 233 vielseitige Kilometer und 800 Meter Höhenunterschied stehen von den Schwarzwaldhöhen bis in die badische Weinregion der Ortenau und wieder nach Baiersbronn auf dem Tagesprogramm. Über den Weinbergen rund um Durbach erhebt sich Schloss Staufenberg. Das Ziel zur Mittagspause belohnt die Fahrer mit Sonnenschein und dem beeindruckenden Panorama bis ins französische Elsaß. Hier trifft die Durbacher Weinprinzessin echten Adel beim Gruppenbild mit Prinz Leopold von Bayern und Prinz Michael von Baden.

Historische Orte mit Fachwerkromantik, prĂ€chtige RathĂ€user und wehrhafte Tore prĂ€gen die Ortschaften der Weinregion, durch die das Roadbook fĂŒhrt.
Über den Kniebis kommt das Teilnehmerfeld ĂŒber geheimnisvolle Pfade – die sonst fĂŒr den Verkehr gesperrt sind – zurĂŒck nach Baiersbronn.

Die Schwarzwald-Runde

Der Ursprung der Baiersbronn Classic liegt im Neubeginn des deutschen Motorsports nur 15 Monate nach Kriegsende. 30.000 Zuschauer waren damals 1946 an die Rennstrecke gekommen und bestaunten Vier- und ZweirĂ€drige Fahrzeuge. Selber Ort, selbe Situation. Zuschauer bestaunen die inzwischen historischen RaritĂ€ten. Am Startort wird ein „Anno Dazumal-Fest“ gefeiert mit historischen KostĂŒmen. Nicht nur Fahrzeuge von damals sind Zeitzeugen. Im Motorradfahrerlager versammeln sich Zweirad-RaritĂ€ten, die eigens fĂŒr diesen Tag angereist sind. Nach dem Start wird die PrĂ€zision des Fahrers und des Copiloten gefordert. Um Sekunden geht es damals wie heute. Nur nicht um Geschwindigkeit. Neu interpretiert mĂŒssen nun vorgegebene Zeiten auf der gesperrten 8000 Meter langen Bergstrecke exakt gefahren werden. Eine Herausforderung fĂŒr jedes Team.
Nach der BergprĂŒfung erreicht das automobile Teilnehmerfeld auf romantischen Straßen das Kinzigtal und fĂ€hrt weiter in den Hochschwarzwald. In Freudenstadt erwartete die Teilnehmer auf Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Marktplatz eine letzte SonderprĂŒfung.

Großer Bahnhof fĂŒr die Oldtimerfahrer und ihre historischen Automobile nach der letzten Etappe am Rosenplatz in Baiersbronn. Die Helden der Schwarzwald-Straßen werden begeistert empfangen.

GlĂ€nzender Höhepunkt der Veranstaltung ist der Gala-Abend. Ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis, denn zum ersten Mal prĂ€sentieren die vielfach ausgezeichneten HĂ€user der Gourmet-Gemeinde Baiersbronn Traube-Tonbach, Barreis, Sackmann und Engel ihre KochkĂŒnste in einem großen gemeinsamen Gala-Menue.

Die sportliche Herausforderung: 19 WertungsprĂŒfungen, bei denen nur mechanische Uhren verwendet werden durften, und eine anspruchsvolle Strecke, die in Anspielung an die „1000 Seen-Rallye“ schnell zur „1000 Kurven-Rallye“ umgetauft wurde. Mit den wenigsten Strafpunkten siegten Wilfried SchĂ€fer undSandra HĂŒbner mit ihrem Lagonda LG 45 von 1935 und holten sich zugleich die vom WĂŒrtt. Automobilclub 1899 gestiftete TrophĂ€e fĂŒr das beste Team mit einem Vorkriegsfahrzeug. Mit dem Gewinn des „Östol Ruhestein Bergpreises“, der schwierigsten Doppel-WP, ließen ASC-PrĂ€sident Uwe Brodbeck mit Co-Pilotin Dr. Patricia Scholten ihr Können als routinierte Teilnehmer historischer Rallyes aufblitzen.

„Da bleibt nur eins: Wiederkommen!“ war das vielfach gehörte Echo. Gelegenheit dazu ist vom 25. bis 28. September 2014.