Bavaria Historic: Traumrouten durch die Bergwelt


Traumtage mit Traumtouren durch den Freistaat und Österreich: Die 31. ADAC Bavaria Historic hat Teilnehmer und Fans an der Strecke in den Bann gezogen. Josef und Susann-Nadine Unger konnten bei dieser Rallye ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Als die Teilnehmer im kleinen Weiler Oppenried vorbeifuhren, standen Traktoren Spalier – und die Menschen feierten wegen der Bavaria ein kleines Dorffest. Da stoppten natĂŒrlich auch die Teams. Prinz Leopold von Bayern, mit Startnummer 1 fĂŒr die Stiftung KinderHerz im BMW 1800 unterwegs, gönnte sich eine Weißwurst, ehe er seine nĂ€chste GleichmĂ€ĂŸigkeitsprĂŒfung zwischen den Lichtschranken absolvierte. „Genauso soll es sein: Ein bisschen sportlicher Anreiz – und eine entschleunigte Genusstour durch unsere herrliche Landschaft“, so ADAC SĂŒdbayern-Sportleiter Fritz Schadeck. Auch von den 75 Teams gab es viel Lob bei der Siegerehrung im Haus des Gastes im Bad Aibling fĂŒr die Route, die an drei Tagen ĂŒber rund 600 Kilometer fĂŒhrte.

Am Freitag, bei der Pfaffenwinkel-Etappe, ging es als Höhepunkte auf den Hohen Peißenberg und am Nachmittag zur Kaffeepause ins Kloster Reutberg. Bei der Oldie Night erlebten die Teilnehmer bei der Zielankunft auf dem Marienplatz in Bad Aibling einen beeindruckenden Empfang.

Am Samstag wurde bereits um 8 Uhr Sgestartet zur Brandenberger Alpen-Etappe. „Ich denke, dies war eine der schönsten Routen, die wir auf der Bavaria jemals gefahren sind“, meinte Schadeck. Über den Tegernsee und den Achensee ging es hinauf zum Kaiserhaus im Herzen der Brandenberger Alpen. Mittags eroberte der Bavaria-Tross die Festung Kufstein und sorgte fĂŒr ein wunderschönes Bild auf dem historischen Marktplatz, ehe es zurĂŒck zur Zielankunft in Bad Aibling ging.

Bei den rund 80 Sollzeit-Messstellen und 15 WertungsprĂŒfungen zeigte das Team Josef und Susann-Nadine Unger mit ihrem Porsche 924 Targa (Baujahr 1984) abermals sein ganzes Können. Die beiden hatten insgesamt nur eine Zeitabweichung von 6,41 Sekunden und sicherten sich somit dem „Preis der ADAC ClassicCar-Versicherung“ in Höhe von 1095 Euro. Ganz knapp dahinter landete das Ă€lteste Auto im Feld, ein Riley Racing MPH aus dem Jahr 1933 mit JĂŒrgen und Anja Meggle (+7,29). Und bei seiner Oldtimer-Premiere katapultierte sich Alexander Haupt mit seiner Beifahrerin Maximiliane Watz vom Team Hauptsache-Oldtimer.de mit dem Mercedes 200 D (Baujahr 1967) gleich auf Platz 3 (+12,87 Sekunden). Bei der Damen-Wertung feierten ihre Teamkolleginnen Anke und Charlotte Haupt mit dem VW KĂ€fer Cabrio (Baujahr 1971) bereits den dritten Sieg in Serie. Ihre Abweichung von 16,03 Sekunden bedeuteten im Gesamtklassement Rang 9.

Beim Prolog um den „TÜV SĂŒd-Pokal“ an Fronleichnam lagen die Meggles knapp vor den Ungers. „Man kann dem ADAC SĂŒdbayern nur gratulieren und danken fĂŒr diese drei Tage“, meinte Josef „Joe“ Unger bei der Siegerehrung. Beim ihm ist der 20. bis 22. Juni wie bei vielen anderen Teilnehmern schon wieder dick im Kalender angestrichen: Dann finden nĂ€mlich das Maxlrainer Oldie Feeling 2019 und die 32. ADAC Bavaria Historic statt.
Fotos: ADAC