Bugatti zeigt sich royale in Goodwood


Bugatti fĂ€hrt beim diesjĂ€hrigen Goodwood „Festival of Speed“ in England (11. bis 14. Juli) mit einer automobilen Ikone vor. Die französische Luxusmarke …

prĂ€sentiert im Rahmen der Fahrzeugausstellung „Cartier‚ Style et Luxe“ einen Typ 41 Royale aus dem Jahr 1932. Der in Goodwood gezeigte Royale trĂ€gt die Chassisnummer 41111. Die Karosserie fĂŒr diesen Wagen entwarf ursprĂŒnglich Ettores Sohn Jean Bugatti. Der zweisitzige Roadster war der erste Royale, der an einen Kunden ausgeliefert wurde.
Der PrĂȘt-Ă -porter-Textilfabrikant Armand Esders aus Paris kaufte den Royale 1932 zu einem damals horrenden Preis von 700 000 Francs. Im Jahr 1938 verkaufte Esders den Royale wieder und der Wagen erhielt vom neuen Besitzer eine geschlossene CoupĂ© de Ville-Karosserie des Pariser Karossiers Binder.

Der FirmengrĂŒnder Ettore Bugatti trĂ€umte schon als junger Mann davon, den stĂ€rksten und luxuriösesten Serienwagen der Welt zu bauen. Erst viele Jahre spĂ€ter kam er dazu, seinen Traum in die Tat umzusetzen. FĂŒr den Prototypen dieses sagenumwobenen Typ 41 Royale, der alle anderen Automobile an Leistung, GrĂ¶ĂŸe, Komfort, QualitĂ€t und Eleganz in den Schatten stellen sollte, konstruierte Ettore einen knapp 15 Liter großen Reihenachtzylinder mit obenliegender Nockenwelle, bei dem Motorblock und -kopf ein monolithisches Ganzes bildeten. Der Serienmotor hatte schließlich 12,7 Liter Hubraum mit damals fĂŒr Bugatti ĂŒblichen drei Ventilen pro Zylinder. Bei weniger als 2000 Umdrehungen pro Minute entwickelte der Motor etwa 300 PS.

Auch die Maße des Royale sind mit einer LĂ€nge von etwa 6,50 Meter und einem Radstand von 4,30 Meter großzĂŒgig. Der Royale wiegt etwa drei Tonnen, und sein Tank hat eine KapazitĂ€t von 190 Litern. Als Krönung ziert den KĂŒhler eine Elefantenskulptur, die Ettores Bruder, der KĂŒnstler Rembrandt Bugatti geschaffen hat – ein Symbol, das den Royale unsterblich machte und bis heute fĂŒr die Marke Bugatti steht.

Ettore konnte seinen Plan, eine Gesamtauflage von ca. 25 StĂŒck zu bauen und den Royale an Könige und StaatsoberhĂ€upter zu verkaufen, allerdings zu jener Zeit aufgrund der wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse in Europa und Amerika nicht realisieren. So wurden nur sechs Fahrzeuge gebaut.