Chubb Insurance Concours d’Elégance: Edle Karossen im Wettbewerb


Das fabelhafte1939 D8-120 Cabriolet von Delage wird sicherlich die Besucher während der Chubb Insurance Concours d’Elégance begeistern. Der Vorkriegs-Luxus-Tourer-ist ein Entwurf des legendären französischen Karosseriebauers Henri Chapron und wird mit seiner faszinierenden Geschichte am Donnerstag, 30. August, im Blenheim Palace einen seiner seltenen Auftritte in Europa haben.

An Chapron wurde der Wagen als rollendes Chassis neu geliefert und in einen außergewöhnlich eleganten Viersitzer-verwandelt. Es wird erzählt, dass der Wagen von einem verbündeten französischen General der Vichy-Regierung während des Zweiten Weltkrieges beschlagnahmt wurde. 1946, ein Jahr nach dem Ende der Feindseligkeiten, verschickte er das Auto nach Kalifornien in der Annahme, dass er kurz darauf wiedervereint sein würde mit dem Gefährt. Da er jedoch kein Visum für die Einreise in die USA erhalten konnte, floh er stattdessen nach Argentinien. Der General verkaufte den Delage anschließend an RKO Pictures, eines der „Big Five“ Studios während Hollywoods Goldenes Zeitalter. Das schöne Styling des Autos hat ihm eine Rolle in der MGM-Produktion „An American in Paris“ von 1951 eingebracht. Für sein Aussehen auf der großen Leinwand erhielt er eine kosmetische Verjüngungskur, die sich auf Modifikationen der Rücklichter und eine neue grüne Lackierung erstreckte. Im Film wird der Star Gene Kelly neben der Schauspielerin Nina Foch in der City of Lights chauffiert. Im Jahr 1955 ging das Eigentum an der Delage an Thol ‚Si‘ Simonson, Spezialist für Spezialeffekte, der Teil des Produktionsteams der RKO Studios war. Er bekam das Auto anstelle der ihm zustehenden Rente und Simonson fuhr das Auto um Arizona herum, bevor es 1987 unter den Hammer kam. Es wurde von seinem jetzigen Besitzer erworben, der das Auto seither wieder in seinen früheren Glanz zurückversetzt. Die Delage wurde bei Concours-Events von Italien bis Indien über die USA ausgezeichnet und wird die Jury von Salon Privé begeistern.

Neben dem Chapron wird ein bemerkenswerter Lancia Astura-Wagen auch um Ehrungen kämpfen. Es wird angenommen, dass diese stromlinienförmige Maschine der einzige Überlebende von nur drei der vierten Serien von Asturas ist, die Ende der 1930er Jahre von Carrozzeria Boneschi gebaut wurden. Dieses ultrastarke Exemplar gehörte ursprünglich einem belgischen Kohlenmagnaten. Nach dessen Tod behielt seine Witwe das Auto im Lager. Der elegante Lancia ist originalgetreu in einem dunkelgrauen Farbton gehalten und verfügt über einen weichen, schwarzen Lederbezug und ein graues Cabrio-Dach, das elektrisch betrieben wird, was für seine Zeit ungewöhnlich und innovativ war. Als wahrer „Gran Turismo“ aus einer Zeit bevor der Begriff überhaupt geprägt wurde, erinnert dieser seltene Klassiker Lancias an eine Zeit, in der italienische Karosseriebauer als Weltführer in der Umwandlung von Metall in rollende Skulptur auftraten.

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